Schumann-Aussage sorgt für Wirbel

Die Äußerung des Wiener FP-Gemeinderatskandidaten Peter Schumann, er fühle sich "in einer braunen Partei recht wohl" und sehe keine Probleme mit rassistischen und ausländerfeindlichen Themen in der FPÖ hat heute zu heftigen Reaktionen geführt.
Die Schumann-Aussage fiel bei der Präsentation der FP-Landesliste für die Gemeinderatswahl am 25. März durch Spitzenkandidatin Helene Partik Pable. Diese hatte zuvor den Schauspieler Adi Hirschall kritisiert, der laut Partik-Pable im Zusammenhang mit der FPÖ vor dem "braunen G'sindel" gewarnt hatte.
"Hier hört sich der Spaß auf, es gibt Grenzen. Die FPÖ verabschiedet sich von jeglichem politischen Anstand. Einmal mehr zeigt die FPÖ, welche Ideologie in dieser Partei vorherrscht", kritisierte SP-Landesparteisekretär Harry Kopietz in einer Aussendung. Zuerst diese Worte in den Mund zu nehmen, und dann zu behaupten, es sei bloß zynisch gemeint, sei die typische Vorgehensweise der FPÖ. "Es war ja nicht anders zu erwarten: Wie immer war alles anders, nur die FPÖ weiß, wie es gemeint ist. Alle anderen irren oder haben nicht gut zugehört. Sicher wird es sich wieder um Hirngespinste kranker Journalistenhirne handeln", so Kopietz.
Ähnlich äußerte sich der Geschäftsführer der Wiener Grünen, Martin Margulies. "Endlich sagt einer offen, wofür die Wiener FPÖ wirklich steht", so Margulies in einer Aussendung: "Nun fehlt nur noch ein dazugehöriges FPÖ-Plakat: 'Rassismus: ich hab kein Problem damit'."
Angesichts der heute präsentierten Landesliste sieht sich der Wiener VP-Klubobmann Johannes Prochaska in seiner Vermutung bestätigt, dass bei der Wiener ÖVP alles beim alten bleibe. "Partik-Pable ist in der Wiener Landesgruppe völlig gescheitert, die Wiener FPÖ ist und bleibt eine reine Kabas-Truppe", so Prochaska in einer ersten Reaktion.
"Es ist ja nahezu belustigend, wie sehr die Wiener FPÖ ihre bisherigen Mandatare einzementiert hat", so Prochaska weiter: "Die mit großem Getöse angekündigten Überraschungen haben sich in blauen Dunst aufgelöst." Die Wiener ÖVP freue sich darüber, daß die Freiheitlichen sich "als Bewahrer ihrer eigenen Pfründe" selbst demaskiert hätten.
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