Aber kein freiwilliger Rücktritt

Er würde "selbstredend" seine Funktion zur Verfügung stellen, wenn die Präsidenten des ÖGB und der AK ihn dazu auffordern, so Hans Sallmutter. Einen freiwilligen Rücktritt ohne eine solche Aufforderung schloss er aber aus.
"Ich werde nicht gehen, auch meine Kollegen vom Präsidium nicht". ÖGB und AK hätten ihn als Präsidenten vorgeschlagen, also wäre es auch seine "Verpflichtung", seine Funktion zur Verfügung zu stellen, wenn sie ihn dazu auffordern, so Sallmutter. "Ich hätte das zu jedem Zeitpunkt auch in der Vergangenheit gemacht - ohne Kampagne gegen Sallmutter und die Sozialversicherungen".
Neuerlich wies Sallmutter die Vorwürfe von Regierungsvertretern zurück: Er und seine Kollegen hätten "hervorragende Arbeit" geleistet, die Sozialversicherung müsse keinen Vergleich - auch den mit Ministerien oder nachgelagerten Behörden - scheuen. Ein Rücktritt wäre deshalb ein "völlig unnötiges und falsches Schuldeinbekenntnis". Der Sozialminister habe es "in der Hand, mir mit einem Enthebungsbescheid die Beendigung meiner Funktion auszudrücken". Dies habe Minister Herbert Haupt (F) bis heute nicht gemacht - obwohl es seit sieben Wochen "Vernaderung und Beschuldigungen" seitens der Regierung gebe.
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