Sechs Tote nach versehentlichem Bombenabwurf

Ein US-Jet hat bei einer Militärübung in Kuwait eine Bombe irrtümlich an einer falschen Stelle abgeworfen. Sechs Soldaten kamen ums Leben, zehn wurden zum Teil schwer verletzt.
Bei den Todesopfern handelt es sich um fünf amerikanische Militärangehörige und einen Neuseeländer.
Den Pentagon-Angaben zufolge kam es kurz nach Anbruch der Dunkelheit zu dem Unfall. Danach sollte der US-Jet vom Typ F-18 "Hornet" bestimmte Ziele auf einem Übungsgelände im Nordwesten Kuwaits bombardieren. Aus noch ungeklärten Gründen fiel die 250 Kilo- Bombe auf einen Teil des Geländes, auf dem sich Menschen aufhielten. Pentagon-Experten schlossen nicht aus, dass der Pilot das Ziel richtig gewählt hatte, die Munition aber durch einen mechanischen Fehler "irregeleitet" wurde.
Die Verletzten wurden in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Vier von ihnen sollen schwer verletzt worden sein. Die Maschine war von dem Flugzeugträger "SS Harry S. Truman" im Persischen Golf gestartet. US-Präsident George W. Bush wurde während eines Aufenthalts in Florida über den Unfall informiert. "Ich wurde heute daran erinnert, wie gefährlich der Dienst sein kann", sagte Bush. "Ich hoffe, Sie werden mit mir alle in einer Schweigeminute der Soldaten und ihrer Familien gedenken." Die US-Streitkräfte halten seit dem Golfkrieg gegen den Irak vor zehn Jahren regelmäßig Manöver in Kuwait ab.
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