Montag, 12. März 2001

Verteidigungsminister: Armee will Lage normalisieren

Mazedonische Sicherheitskräfte haben eine Militäraktion gegen albanische Extremisten begonnen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, die mazedonische Armee habe Maßnahmen ergriffen, um die Lage an der Grenze zur serbischen Provinz Kosovo zu normalisieren.

Die beiden Ortschaften waren vorübergehend von albanischen Freischärlern besetzt gewesen. Aus Regierungskreisen verlautete, dass die vergangene Nacht und der Montag relativ ruhig verlaufen seien. In Tanushevci befänden sich nur noch einige wenige "Terroristen", hieß es. Die Extremisten hatten sich am Donnerstag unter dem Druck der Kosovo-Friedenstruppe KFOR zurückgezogen.

Die mazedonischen Streitkräfte waren vorerst nicht nachgerückt. Der mazedonische Ministerpräsident Ljubco Georgjevski hatte vor zwei Tagen gesagt, ein Militäreinsatz in den betroffenen Ortschaften "sei zu gefährlich". Ein Einmarsch in Tanushevci könnte weitere Todesopfer fordern, hatte Georgjevski erklärt. Diesen Preis zu zahlen, sei Mazedonien nicht bereit.

Gegenüber der jugoslawischen Nachrichtenagentur Tanjug erklärte nun der Sprecher des Verteidigungsministeriums, neuerliche Kämpfe mit albanischen Extremisten würden nicht ausgeschlossen.

12.3.2001 17:48