Warten auf Godot, oder was?

Obwohl es nur mehr 298 Tage bis zur Umstellung sind, haben sich viele Firmen in Österreich noch nicht mit dem Euro beschäftigt. Z.B 42 Prozent aller Familien-Betriebe.
Übrigens: Die Euro-Einführung kostet mindestens 20 Milliarden - Schilling.
Laut Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bei ihren Mitgliedsbetrieben machen diese "Schlusslichter" rund ein Viertel der Betriebe aus. Vor allem kleine Betriebe sind das: Bei reinen Familienbetrieben haben 42 Prozent noch nichts getan, bei Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern gilt dies hingegen nur mehr für 10 Prozent.
Nur noch 298 Tage
Die Großen sind praktisch gerüstet. Die Kleinen freilich noch nicht, obwohl es nur mehr 298 Tage bis zur Euro-Umstellung sind. Gegenüber letzten Umfragen Ende 1999 gab es freilich Fortschritte: Ihre Umstellung abgeschlossen haben bis Februar 2001 17 Prozent der Unternehmen, 21 Prozent sind in der Endphase, weitere 24 Prozent zumindest teilweise fertig. Damit haben fast zwei Drittel der Betriebe die Arbeiten entweder abgeschlossen oder befinden sich mitten in der Arbeit. Ende 1999 waren es rund 40 Prozent gewesen.
Wie teuer ist die Umstellung bei den Firmen?
Dazu wurden 501 Unternehmer befragt: Die erwarteten Kosten liegen bei einem guten Viertel unter 20.000 S, bei einem weiteren Viertel höher als 200.000 S, beim Rest zwischen diesen Beträgen. Zu berücksichtigen ist auch in dieser Erhebung, dass 85 Prozent der 300.000 aktiven österreichischen Unternehmen weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen.
Als Dauer für die Euro-Umstellung veranschlagten zwei Drittel der befragten Betriebe etwa zwei Monate. Je größer der Betrieb, desto länger wird die Umstellungsdauer angegeben. Kleinstbetriebe wie Friseure dürften demnach realistisch nicht viel länger als einen Tag brauchen.
20 Milliarden Schilling für den Euro
Bei Banken sei von 8 Mrd. S die Rede, bei der Industrie von 4 bis 5 Milliarden, den Handel dürfte die Umstellung ebenfalls 4 Mrd. S kosten - diese Brancehnzahlen nannte die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) Zähle man noch die Kosten in anderen Sektoren (etwa Landwirtschaft oder öffentliche Verwaltung) hinzu, so steigt der Betrag auf deutlich mehr als 20 Mrd. S.

