EBIT stieg um 72 Prozent

Der börsenotierte Erdöl- und Erdgaskonzern OMV, Wien, erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein kräftiges Ergebnisplus. Der Betriebserfolg (EBIT) stieg im Jahr 2000 um 72 Prozent auf 491 Mill. Euro (6,756 Mrd. S), nach 285 Mill. Euro in 1999. Bereinigt legte das EBIT sogar auf 667 (247) Mill. Euro zu.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) legte um 63 Prozent auf 453 (nach 278) Mill. Euro zu, gab das Unternehmen am Dienstag im Vorfeld seiner Bilanz-PK ad-hoc bekannt.
Der Periodenüberschuss konnte auf 323 (194) Mill. Euro gesteigert werden, der Netto-Cash-flow aus der Betriebstätigkeit stellte sich mit 611 (338) Mill. Euro ebenfalls deutlich höher.
Der Umsatz (ohne Mineralölsteuer) wuchs um 44 Prozent auf 7,454 Mrd. Euro (102,57 Mrd. S), nach 5,179 Mrd. Euro in 1999. Im Konzern sank der Mitarbeiterstand per 31.12. um 3 Prozent auf 5.757 (5.953).
Ertragskraft soll 2001 gestärkt werden
Für das laufende Geschäftsjahr 2001 erwartet der OMV-Vorstand auf Grund des Wegfalls der Einmalaufwendungen im Ergebnis 2000 und zusätzlichen Kostensenkungseffekten "eine Stärkung bzw. Absicherung der Ertragskraft bzw. des berichteten Ergebnisses in 2001", hieß es Dienstagfrüh in der Ad-hoc-Mitteilung im Vorfeld der heutigen Bilanzpressekonferenz weiter.
Der über allen Erwartungen liegende hohe Rohölpreis habe das Jahr 2000 wesentlich beeinflusst. Dies werde auch für 2001 einer jener Faktoren sein, der das Ergebnis am stärksten prägen bzw. verändern werde: "Dementsprechend muss den Effekten eines möglichen Absinkens des Rohöl- und Gaspreises durch Maßnahmen entgegengewirkt werden."
Die Faktoren für die Ergebnisbildung im Erdgasgeschäft würden gegenüber 2000 als relativ stabil eingeschätzt: Bessere Erträge bei Transporten sollten sinkende Gaspreise und schwächere Ergebnisse im Handelsgeschäft kompensieren.
Im R&M-Bereich werde für Raffinerien und Marketing eine verbesserte Ertragslage erwartet. Trotz Markenrückgang in der Petrochemie sollte durch Wegfall der Instandhaltungs-Stopps und hoher Einmalbelastungen der Ertrag deutlich ansteigen. Im Chemiegeschäft stünden die Rahmenbedingungen für Mengen und Preise günstig für einen spürbaren Ergebnisanstieg. Bei Borealis werde dagegen der im Jahr 2000 einsetzende deutliche Zyklusabschwung auch 2001 anhalten.

