Montag, 5. März 2001

Geht es dem DaimlerChrysler-Partner noch schlechter?

79 Prozent höher als bislang angenommen sind offenbar die Verluste bei Mitsubishi im laufenden Geschäftsjahr. Der japanische Autohersteller mag die Gerüchte nicht dementieren.

Auf 250 Milliarden Yen (umgerechnet rund 4,4 Milliarden Mark) schätzt die Zeitung "Nihon Keizai Shimbun" das Minus per 31. März. Auf das Ergebnis würden sich Kosten in Höhe von 100 Milliarden Yen für den vor knapp einer Woche vorgestellten Umstrukturierungsplan belastend auswirken. Eine groß angelegte Rückrufaktion werde mit 30 Milliarden Yen zu Buche schlagen und Pensionsrückstellungen mit 130 Milliarden Yen.

"Wir arbeiten immer noch an den Details des Restrukturierungsplans, einschließlich der Auswirkungen auf die Gewinne. Die berichtete Zahl war eine Spekulation der Zeitung", lautete der dünne Kommentar Mitsubishis. Mitsubishi will seine revidierten Gewinnschätzungen bis Ende März abschließen und bekannt geben.

Der angeschlagene Autobauer hatte am 26. Februar einen drastischen Kapazitätsabbau und Kostensenkungen angekündigt, um bereits im Jahr 2001/02 wieder die Gewinnschwelle erreichen zu können. Bislang ist das Unternehmen für 2000/01 von einem Nettoverlust in Höhe von 140 Milliarden Yen ausgegangen. DaimlerChrysler ist mit 34 Prozent an Mitsubishi beteiligt.

5.3.2001 10:56