Sonntag, 11. März 2001

Deutsche Damen in Salt Lake City im Goldrausch

Die überragenden deutschen Eis-Damen haben knapp ein Jahr vor den Olympischen Spielen der Konkurrenz einen gehörigen Schock versetzt.

Gunda Niemann-Stirnemann (34) erhöhte bei den Einzel-Weltmeisterschaften im Oquirrh Olympic Oval ihr beeindruckendes Titelkonto mit einem goldenen Doppelpack (3.000 m/5.000 m) auf 19 und krönte ihre Überlegenheit auf den langen Distanzen mit einem neuen Fabel- Weltrekord von 6:52,54 (bisher 6:55,34) über die fünf Kilometer.

Gleichfalls in Weltrekordzeit (1:14,13) verteidigte Monique Garbrecht-Enfeldt am Great Salt Lake ihren Titel über 1.000 m. Vier weitere Silber- und eine Bronzemedaille nach zwei Tagen belegen die Dominanz der deutschen Kufen-Asse in der Mormonen-Metropole. Ein dramatisches Wimpernschlagfinale brachte Garbrecht diesen Titel. Nachdem Sabine Völker den erst eine Woche alten Weltrekord von Chris Witty (USA) auf 1:14,14 verbessert hatte, blieb die Berlinerin ein weiteres Hundertstel unter der Bestmarke.

Auch bei den Herren gab es am Samstag einen neuen Weltrekord. Der japanische Eisfloh Hiroyasu Shimizu pulverisierte mit 34,32 Sekunden im zweiten Lauf über 500 m die bisherige Bestleistung gleich um 31 Hundertstel und kam bei der sechsten WM zu seinem fünften Titel auf dieser Distanz. Über 5.000 m dominierten wie erwartet die Niederländer mit einem Triple durch Bob De Jong (6:19,58), Carl Verheijen und Gianni Romme.

11.3.2001 14:10