Erster Treffer für Amoah

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Der teuerste Sturm in der Geschichte der max.Bundesliga hat Sturm Graz am Samstag zum ersten Meisterschaftssieg im Jahr 2001 geschossen.
Charles Amoah mit seinem ersten Tor für die Schwarz-Weißen (16.) und Mario Haas (30.) führten Sturm im 105. Grazer Derby gegen den GAK zu einem 2:1 (2:1)-Sieg, mit dem die Osim-Elf den Lokalrivalen auf Rang vier ablöste. Mit den drei Punkten war Sturm (gemeinsam mit Salzburg) der große Sieger der Runde im Rennen um einen Europacup-Platz, nachdem Rapid, Austria und eben der GAK verloren und Meister Tirol über ein 1:1 nicht hinaus kam.
Nur 8.400 Zuschauer sahen ein Derby, in dem der GAK den besseren Start hatte. Nach einem umständlichen Angriff von Sturm startete der GAK aus dem eigenen Strafraum einen schnellen Konter, Amerhauser flankte, die Sturm-Abwehr konzentrierte sich auf Pamic und vergaß völlig auf Tutu. Der Afrikaner kam alleine am Torraum zum Ball und verwertete sicher zum 1:0 (15.).
Die Mannschaft von Werner Gregoritsch durfte sich aber nicht lange über die Führung freuen, bereits eine Minute später schlug Sturm mit einer herrlichen Kombination durch das im Winter um insgesamt 70 Mio. S eingekaufte neue Angriffsduo zurück. Amoah auf Haas, Haas auf Amoah, der lässt Libero Lipa per Ferserl aussteigen und trifft überlegt zum 1:1.
Ab diesem Zeitpunkt hatte Sturm die Partie im Griff. Die Schwarz-Weißen agierten druckvoller und waren auch gefährlicher. Nach einer super Aktion sorgte Haas für das bis dahin verdiente 2:1 (30.). Schopp ließ eine Ibertsberger-Hereingabe passieren, der Teamstürmer verwertete sicher mit links.
Nach der Pause übernahm aber der GAK das Kommando, drängte auf den Ausgleich. In der 58. Minute hatten die Rotjacken allerdings zweifaches Pech. Nach einem Eckball parierte Sturm-Torhüter Sidorczuk einen Ehmann-Kopfball mit dem Fuß gerade noch vor der Linie, wobei Schiedsrichter Brugger ein Elfer-Foul übersah. Strafner, der gerade erst für den verletzten Neukirchner eingewechselt worden war, hatte Brunmayr niedergerissen, blieb aber unbestraft.
In der 76. Minute war es wieder Sidorczuk, der mit einer Fußabwehr die nächste große Möglichkeit zunichte machte, als er einen Tutu-Schuss parierte. Von Sturm war bis dahin nicht viel zu sehen, doch in der Schlussphase eröffneten sich einige schöne Konterchancen. Amoah vergab aber aus 14 m (79.), Martens konnte einen schlechten Amoah-Pass nicht mitnehmen (80.). in den letzten Minuten erhöhte der GAK noch einmal den Druck. Ein Punktgewinn blieb den Athletikern aber versagt, weil Pamic, bisher in sieben Derbys siebenfacher Torschütze, in der 88. Minute an Sidorczuk scheiterte.
Punktverlust für FC Tirol
Der FC Tirol hat es am Samstag verabsäumt, aus dem Ausrutscher von Rapid Kapital zu schlagen und musste überraschend sogar den ersten Punktverlust auf dem Tivoli neu überhaupt zur Kenntnis nehmen. Die Truppe von Kurt Jara erreichte vor eigenem Publikum gegen das Tabellenschlusslicht LASK nur ein 1:1 (1:1) und baute damit den Vorsprung auf den Verfolger aus Hütteldorf, der obendrein ein Spiel weniger auf dem Konto hat, statt auf sechs nur auf vier Punkte aus. Den Oberösterreichern fehlen trotz des Achtungserfolges in nun drei Punkte auf die Admira.
Harte Landung für Rieder Höhenflieger
Der SV Salzburg hat am Samstag in der Fußball-max.Bundesliga die Rieder "Höhenflieger" wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Die Innviertler waren gegenüber dem überraschenden 1:0-Sieg bei Sturm Graz nicht wiederzuerkennen und kassierten gegen die Mozartstädter eine klare 1:3 (0:1)-Niederlage. Die Tore für die Backe-Truppe, die den ersten Sieg seit August 1996 in Ried landete, erzielten Carcamo (2) und Kitzbichler, das Ehrentor für die Gastgeber steuerte Drechsel bei.
1:2 für zu wenig effektive Austria
Die Freude beim FK Austria über den 2:0-Derbysieg gegen Rapid währte nicht einmal acht Tage. Mit dem 1:2 am Samstag in Bregenz wurden die Violetten wieder auf den harten Boden des Bundesliga-Alltags zurückgeholt. Für Austria-Trainer Heinz Hochhauser hatte die Frühjahrsmeisterschaft eigentlich erst im Ländle begonnen, daher gab es logischer Weise einen Fehlstart der Wiener, während die heimstarken Bregenzer im Abstiegskampf wieder etwas mehr Luft bekamen. Außerdem verpaßte die Austria die Chance, in der Tabelle an Rapid vorbei auf Rang zwei vorzustoßen.
24. Runde der Fußball-max.Bundesliga
Freitag
Rapid Wien - Admira Wacker Mödling 1:2 (1:1)
Samstag
FC Tirol - LASK 1:1 (1:1)
SW Bregenz - Austria Memphis 2:1 (1:0)
SV Ried - SV Salzburg 1:3 (0:1)
GAK - Sturm Graz 1:2 (1:2)
