"Ich lasse mich und meine Familie nicht zerstören"

Dopingsünder Dieter Baumann hat schwere Vorwürfe gegen den Internationalen Leichtathletik-Verband IAAF erhoben. "Es geht doch denen gar nicht um meine Person. Die wollen an mir nur ein Exempel statuieren, wer die Macht im Sport hat", sagte der 36-jährige Läufer in einem Interview.
Die Verlängerung seiner Dopingsperre durch die IAAF bis Februar 2003, weil er trotz Suspendierung bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund an den Start gegangen war, nannte der Schwabe eine "völlig unangemessene Überreaktion". Der Olympiasieger von 1992 über 5000 m hatte sich das Startrecht durch ein Ordentliches Gericht erkämpft. Ans Aufhören denke er nicht. "Auf diese Weise lasse ich mich und meine Familie nicht zerstören", versicherte Baumann in dem "Bunte"-Interview.
Dem Weltverband warf Baumann Rufschädigung vor. "Das ist doch Wahnsinn. Man hat mich zu Unrecht des Dopings verdächtigt. Man hat meinen Ruf beschädigt. Man versuchte, meine sportliche, meine berufliche Existenz zu ruinieren." Baumann, dessen A- und B-Proben positiv waren, beteuert weiterhin seine Unschuld und bleibt bei seiner Version, das Doping-Mittel Nandrolon sei durch eine manipulierte Zahnpasta in seinen Körper gelangt.
