Mittwoch, 7. März 2001

WM-Saison für Seitenwagen beginnt am Sonntag

Erstmals seit 1997 geht es ab Sonntag in Valencia für die besten Seitenwagen-Gespanne der Welt nicht um den Titel des Weltcup-Siegers, sondern wieder um den des offiziellen Weltmeisters.

An der Ausgangslage ändert dieser formale Akt nichts, denn der Brite Steve Webster bleibt jener Mann, den es zu schlagen gilt. Nachdem der Oberösterreicher Klaus Klaffenböck zuletzt drei Jahre in Folge mit dem Schweizer Adolf Hänni knapp gescheitert ist, probiert es der 32-Jährige heuer wieder mit seinem früheren Partner Christian Parzer.

Die sportliche Ehe der Oberösterreicher Klaffenböck-Parzer hat es bereits zwischen 1988 und 1997 zehn Saisonen lang gegeben. Danach wollte das Duo aus finanziellen Gründen eigentlich Schluss mit dem Seitenwagensport machen, Klaffenböck kam jedoch beim Team von Hänni und Parzer beim Deutschen Jörg Steinhausen unter. "Dieser Steinhausen ist in den vergangenen Jahren immer stärker geworden, da hab ich ihm einfach den Partner weggenommen", meinte Klaffenböck mit einem Schmunzeln.

Als wahre Gründe für den Wechsel gibt der Vize-Weltmeister die enge Verbundenheit mit Landsmann Parzer an. Mit Hänni habe es laut Klaffenböck nach einer gelungenen Zusammenarbeit eine "einvernehmliche Trennung" gegeben. Der Schweizer wird aber nach wie vor mit einem österreichischen Piloten zusammenarbeiten, denn sein neuer Partner ist der Eferdinger Gerhard Hauzenberger, Weltcup-Fünfter der abgelaufenen Saison.

Dass Klaffenböck/Parzer im Kampf mit Webster/Paul Woodhead gute Karten besitzen, hat sich bereits in der vergangenen Saison gezeigt. "Sportlich war ich mit Hänni auch letztes Jahr absolut konkurrenzfähig. Dann ist uns jedoch der dumme und entscheidende Fehler passiert", erinnert sich Klaffenböck an das Rennen in Donington Mitte Mai, in dem das siegreiche Gespann ein dem FIM-Reglement widersprechendes Benzin benutzt hatte und disqualifiziert wurde.

7.3.2001 10:56