Sonntag, 11. März 2001

Serbische Rückkehr in Kosovo-Pufferzone noch unklar

Vertreter der serbischen Regierung und der NATO haben Verhandlungen über einen Waffenstillstand in der Pufferzone zum Kosovo auf heute, Sonntag, vertagt.

Der NATO-Beauftragte Peter Feith hat den Verhandlungsort im südserbischen Bujanovac am Samstagabend verlassen. Feith hatte zuvor in der Ortschaft Konculj die Führung der albanischen Rebellengruppe UCPMB gesprochen. Die NATO und die Friedenstruppe KFOR sollen nach Belgrader Auffassung den Waffenstillstand garantieren.

Serbien will Waffenstillstand mit UCPMB bedingungslos annehmen
Der serbische Vizeregierungschef Nebojsa Covic bedauert, dass die albanische Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac (UCPMB) das Abkommen über einen Waffenstillstand mit den serbischen Sicherheitskräften abgelehnt hat. Serbien akzeptiere den Waffenstillstand ohne jede Bedingung, sagte Covic im serbischen Staatsfernsehen. Die Verhandlungen unter NATO-Vermittlung könnten am heutigen Sonntag fortgesetzt werden.

Die KFOR und die NATO haben den serbischen Sicherheitskräften die Rückkehr in einen Teil der Pufferzone zum Kosovo erlaubt. Der Zeitpunkt steht aber noch nicht fest, sagte Covic. "Wir wünschen den Waffenstillstand und den Frieden, aber dazu sind zwei Seiten notwendig", sagte er.

11.3.2001 10:40