Mutmaßliche Täterin ist alkoholkrank

Fast eine Woche lang hat eine Wienerin offenbar neben der Leiche ihres Freundes gelebt. Der 36-Jährige ist ersten Angaben der Gerichtsmedizin zufolge vermutlich schon seit vergangenen Montag tot.
Erst gestern, Samstag, Vormittag alarmierte die 43-Jährige die Rettung. Die Helfer fanden eine teilweise schon stark verweste Leiche vor und schalteten die Polizei ein.
Die verwirrte und vorerst nicht einvernahmefähige Frau steht im Verdacht, ihren Lebensgefährten mit einem Messerstich ermordet zu haben. Das beschäftigungslose Paar teilte sich eine Wohnung am Margaretengürtel.
"Die Frau befindet sich in einem psychotischen Ausnahmezustand", sagte ein Ermittler des Sicherheitsbüros. Sie wurde in psychiatrische Behandlung übergeben. Wie ihr toter Lebensgefährte war die Wienerin alkoholkrank, sie stand bei ihrer Festnahme offenbar unter Medikamenteneinfluss. Die Polizei war in der Vergangenheit schon mehrfach wegen tätlicher Streitereien in die Wohnung in Wieden beordert worden.
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