Rückkehr der jugoslaw. Armee schon Sonntag möglich

Die jugoslawische Regierung und die NATO unterzeichnen gestern, Samstag, ein Abkommen, das die Rückkehr der jugoslawischen Armee in die südserbische Pufferzone zum Kosovo ermöglichen soll.
Der NATO-Rat hatte am Donnerstag in Brüssel beschlossen, einen engen Sektor der Zone nahe der Grenze zu Mazedonien freizugeben.
Die jugoslawische Armee könnte schon am heutigen Sonntag in das Gebiet einrücken, das sie im Juni 1999, nach Ende der NATO-Luftangriffe, hatte verlassen müssen. Entsprechende Vorbereitungen sind schon abgeschlossen, sagte der jugoslawische Innenminister Zoran Zivkovic.
Wieder Zwischenfälle in Mazedonien und Südserbien
Im mazedonischen Grenzegebiet zum Kosovo und in Südserbien ist es erneut zu Zwischenfällen mit militanten albanischen Nationalisten gekommen. Eine Gruppe von etwa 20 Albanern versuchte mit Pferden Waffen über die Grenze vom Kosovo nach Mazedonien zu schmuggeln. In Südserbien knapp außerhalb der Pufferzone zum Kosovo wurde ein elfjährigen Junge bei einem Granatenangriff von Albanern verletzt.
Aus Südserbien wurde ein Angriff albanischer Nationalisten auf die Ortschaft Oslare gemeldet. Die Ortschaft ist mit Granaten beschossen worden. Dabei ist der Elfährige verletzt worden. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht
Albanischer Extremisten-Chef will sich NATO nicht beugen
Der Kommandeur der Friedenstruppe im Kosovo, der italienische Generalleutnant Carlo Cabigiosu, traf am Freitag mit einem Anführer der albanischen Extremisten, Shefket Musliu, zusammen. Dem KFOR-Kommandeur gelang es bei dem Geheimtreffen, das in der Pufferzone in Südserbien stattfand, nicht, Musliu zum Abzug seiner Kämpfer zu bewegen. Musliu erklärte nach dem Treffen, er werde sich keinem Diktat der NATO beugen. "Wir können nirgendwo hingehen. Wir werden bis zum letzten Mann kämpfen."
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