Mori könnte aber bis April im Amt bleiben

Der japanische Ministerpräsident Yoshiro Mori hat ein Vierteljahr vor der Parlamentswahl seine Bereitschaft zum Rücktritt bekundet. Es wird erwartet, dass der laut Umfragen zutiefst unpopuläre Ministerpräsident noch bis April im Amt bleibt, um der Parteiführung Zeit für die Bestimmung seines Nachfolgers zu geben.
Mori war in geheimen Sitzungen vor einem Jahr zum Nachfolger des damals schwer erkrankten und inzwischen verstorbenen Ministerpräsidenten Keizo Obuchi gekürt worden. Seine Regierung wurde seither von mehreren Skandalen heimgesucht, dem Regierungschef wird auch persönliches Fehlverhalten vorgeworfen. Zudem bekam Mori die Wirtschaftskrise nicht in den Griff.
Die Entscheidung der LDP, Moris Nachfolge wie immer in geheimen Treffen ihrer einflussreichsten Zirkel zu bestimmen, wird sich nach Auffassung politischer Beobachter ungünstig auf ihr Abschneiden bei der Parlamentswahl auswirken. "Der Mangel an Transparenz wird die Öffentlichkeit denken lassen, dass die LDP vom Regen in die Traufe kommt", sagte der Politikwissenschaftler Masumi Ishikawa. Das Vertrauen in die LDP gehe so verloren.
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