Wegen Waffenschmuggel-Affäre

Im Zusammenhang mit der französischen Waffenschmuggel-Affäre haben die beiden zuständigen Ermittlungsrichter am Freitag Räume des Außenministeriums in Paris durchsucht.
Wie von Seiten der Justiz am Samstag mitgeteilt wurde, ergab die Durchsuchung zunächst keine wichtigen Anhaltspunkte.
Justizangaben zufolge soll Außenminister Hubert Vedrine mehrfach vom ehemaligen Präsidentenberater Jacques Attali auf die Steuerschulden des Waffenhändlers Pierre Falcone in Höhe von umgerechnet knapp sieben Milliarden Schilling angesprochen worden sein. Falcone steht im Zentrum des großangelegten illegalen Waffenschmuggels zwischen 1993 und 1994 nach Angola. Er befindet sich seit drei Monaten in Haft.
In die in Frankreich als "Angolagate" bezeichnete Affäre sind mehrere enge Vertraute des früheren sozialistischen Präsidenten Francois Mitterrand verwickelt, der 1996 starb. Außenminister Vedrine, der am Samstag von Sarajewo in die mazedonische Hauptstadt Skopje reisen wollte, war einer der engsten Vertrauten und Berater von Mitterrand. Von 1988 bis 1991 war er dessen Sprecher, anschließend bis 1995 Generalsekretär des Präsidialamtes.
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