Sicherheitsventile werden ersetzt

Diskutieren Sie mit!
Das umstrittene tschechische Atomkraftwerk Temelin wurde Donnerstag wegen Reparaturarbeiten für etwa sechs Tage abgeschaltet werden. Jetzt verstärken auch die Atomgegner in Bayern den Druck gegen den umstrittenden Pannen-Reaktor.
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Budweis (Ceske Budejovice) forderte der bayrische Bund Naturschutz, die Inbetriebnahme des Reaktors in Temelin müsse sofort gestoppt werden, ansonsten würde die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur Farce.
Weiters fordern die bayrischen Atomgegner die Offenlegung aller Sicherheits-Unterlagen zu Temelin, "damit auch die Experten-Gremien ohne Zeitdruck arbeiten können". Die bayrischen Strom-Gesellschaften werden aufgefordert, ihre Stromimporte offen zu legen. Die deutsche Bundesregierung schließlich solle "das Geschäft mit dem schmutzigen und hoch subventionierten Temelin-Strom unterbinden", wurde bei der Pressekonferenz verlangt. Und die tschechische Industrie solle "der Atomkraft eine Absage erteilen" und "stattdessen in zukunftsträchtige Energietechniken wie Stromspartechnik und erneuerbare Energien investieren".
Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin wurde in der Nacht auf Donnerstag zunächst noch nicht abgeschaltet wie ursprünglich geplant. Wie der Temelin-Sprecher Milan Nebesar Donnerstag Früh bestätigte, werde man den Reaktor erst nach 12.00 Uhr völlig abstellen. Während der Nacht wurde nur die Leistung des Reaktors von fast 30 Prozent auf 2,5 Prozent gesenkt. "Man will bis dahin noch einen Abschlusstest in der aktiven Zone durchführen", so Nebesar.
Die geplante Abschaltung sollte etwa eine Woche dauern; Dabei sollten die Regulationsventile verbessert werden. Davon versprechen sich die tschechischen Experten eine deutliche Verminderung der Vibrationen der Rohrleitungen im Turbinenteil, mit denen das Kraftwerk konfrontiert wird.
Prozess um Gottfried Küssel14:36
Hitler-Gruß vor Gericht"Ich zeige es, ich werde bestraft": Anwalt eines Mitangeklagten liefert bizarre Show ab
