KFOR ermögliche Ausbreitung des alban. Extremismus

Die Krise in Mazedonien führt zu Verstimmung am Balkan: Der jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica hat der NATO-geführten Kosovo-Schutztruppe KFOR vorgeworfen, nichts gegen die Ausbreitung "terroristischer Aktivitäten" in Südserbien und Mazedonien unternommen zu haben.
Die Friedenstruppe "steht vor einer neuen Niederlage und hat die Ausbreitung des Terrorismus vom Kosovo nach Mazedonien und Südserbien möglich gemacht", sagte Kostunica in der bosnischen Stadt Banja Luka.
Gefechte in Mazedonien dauern ungemindert an
An der Grenze zwischen Mazedonien und dem Kosovo dauern die Feuergefechte zwischen mazedonischen Grenztruppen und albanischen Rebellen unterdessen an. Bei Übergriffen albanischer Extremisten in der Nähe des Grenzorts Tanusevci waren am Sonntag drei mazedonische Soldaten getötet worden.
Das Grenzdorf wird von bewaffneten Albanern kontrolliert. Diese treten als Befreiungsarmee "UCK" auf, mit demselben Kürzel, unter dem die albanische Untergrundarmee im Kosovo gegen die Serben gekämpft hatte. Nach Angaben der KFOR bewegen sich zwischen 75 und 150 albanische Rebellen in dem Gebiet um Tanusevci. Mindestens ein Viertel der zwei Millionen Einwohner Mazedoniens sind Albaner.
OSZE-Sondersitzung zu Mazedonien in Wien
Wegen der durch albanisches Rebellenunwesen in Südserbien und im Norden Mazedoniens hervorgerufenen Krise ist der Ständige Rat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) für Dienstag Nachmittag zu einer Sondersitzung in Wien einberufen worden. Der Vorsitzende, der rumänische Botschafter Liviu Bota, appellierte laut OSZE-Aussendung an alle Parteien, die Gewalt einzustellen und einen politischen Dialog aufzunehmen.
Prozess um Gottfried Küssel14:36
Hitler-Gruß vor Gericht"Ich zeige es, ich werde bestraft": Anwalt eines Mitangeklagten liefert bizarre Show ab
