Schweres Feuer in Grenzregion Mazedonien-Kosovo

In der Grenzregion zwischen Mazedonien und dem Kosovo ist es am Montag erneut zu schweren Feuergefechten gekommen: Nach Augenzeugenberichten hielten albanische Untergrundkämpfer weiterhin den Grenzort Tanushevci in ihrer Hand.
Aus dem Verteidigungsministerium in Skopje verlautete, dass die Armee vorerst kein Eingreifen plane.
Die mazedonische Regierung richtete ein Ersuchen an die Kosovo-Friedenstruppe KFOR, in der Grenzregion für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Das Mandat der NATO-geführten Truppe erstreckt sich allerdings nur auf die Provinz Kosovo. Nach Vorstellungen der Führung in Skopje soll eine gemeinsame Operation zwischen KFOR und der mazedonischen Armee den Grenzstreifen auf beiden Seiten befrieden.
In einem Interview für die in Mazedonien erscheinende albanischsprachige Wochenzeitung "Loby" führte der Führer der Kosovo-Albaner, Ibrahim Rugova, die Spannungen in Mazedonien auf den kürzlich ratifizierten Grenzvertrag zwischen Mazedonien und Jugoslawien zurück. Dieses Abkommen sei "ein Fehler", weil es den Grenzverlauf zum Kosovo mit Belgrad statt mit Pristina festgelegt habe. Bedingung für Frieden in Mazedonien sei es, den Albanern den Status einer "zweiten konstitutionellen Volksgruppe" im Staat zu gewähren, forderte Rugova.
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