Papandreou kürzt seinen Wien-Besuch ab

Konflikt um Mazedonien: Der griechische Außenminister Georgios Papandreou kürzt seinen Österreich-Besuch ab und fliegt Dienstag früh zu Gesprächen über die Krise an der mazedonisch-kosovarischen Grenze direkt nach Skopje.
Im Anschluss an ein Gespräch mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) teilte Papandreou Montag nachmittag in Wien mit, dass er in Abstimmung mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie seinen österreichischen Gastgebern in die mazedonische Hauptstadt fliegen werde, um eine Initiative "Dialog statt Gewalt" zu präsentieren.
Papandreou hatte sich bereits am Vormittag über die Eskalation der Gewalt an der Grenze Mazedoniens zum Kosovo besorgt gezeigt und die EU, die NATO und die OSZE zu "koordinierten Schritten" aufgerufen, um die Gewalt zu stoppen. Er verurteilte die Übergriffe albanischer Extremisten und betonte die Notwendigkeit, die Grenzen in Europa zu respektieren. Nach einer Begegnung mit Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (ÖVP) war Papandreou mit Bundespräsident Thomas Klestil sowie anschließend mit Nationalratspräsident Heinz Fischer (SPÖ) und dem SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer zusammengetroffen.
Das für Dienstag vormittag vorgesehene Treffen mit der griechischen Gemeinde in Wien und eine Begegnung mit dem griechisch-orthodoxen Metropoliten Michael Staikos muss wegen der Programmänderung entfallen.
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