Donnerstag, 1. März 2001

Lego mit schlechtestem Firmen-Ergebnis

Der dänische Spielwarenkonzern Lego hat im vergangenen Jahr mit einer Mrd. Kronen (1,84 Mrd. S) Verlust das schlechteste Ergebnis seiner Firmengeschichte eingefahren.

"Finanziell war das vergangene Jahr extrem enttäuschend", sagte Lego-Vorstandschef Poul Plougmann am Donnerstag. Hunderte Angestellte vor allem ausländischer Filialen verlören wegen dieses unerwartet hohen Defizits ihren Job, berichtete die Kopenhagener Zeitung "Berlingske Tidende".

"Wir wissen, was schief ging, und was wir dagegen unternehmen müssen", sagte Plougmann. 2000 sei ein sehr schwieriges Jahr für die gesamte Spielzeugindustrie gewesen. Laut Plougmann werde sich Lego künftig wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren, nämlich Bauklötze und kreatives Spielzeug. Im Geschäftsjahr 2001 werde Lego wieder in die Gewinnzone zurückkehren, versicherte Plougmann. 1999 hatte der dänische Spielwarenhersteller noch einen Gewinn von 194,8 Mill. Kronen erwirtschaftet.

Nach Informationen der Zeitung aus unternehmensnahen Kreisen entließ Lego unterdessen seinen US-Chief Executive, Peter Eioe. Der finanzielle Misserfolg werde größtenteils auf den rückläufigen Spielwarenverkauf in den USA und die Pleite des größten amerikanischen Kunden eToys zurückgeführt.

1.3.2001 14:28