Freitag, 2. März 2001

Countdown für Euro-Bargeldeinführung läuft

Genau heute in einem Jahr hat der Schilling tatsächlich ausgedient: Ab 1. März 2002 gilt Euro-Bargeld für rund 300 Millionen Menschen in der Europäischen Währungs- und Wirtschaftsunion (WWU) als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel.

Die nationalen Währungen in Euroland verlieren dann endgültig ihre Gültigkeit.

Allein für die österreichische Bevölkerung müssen für den Erstbedarf ab Jahresbeginn 2002 nicht nur 340 Millionen Euro-Banknoten und 1,5 Milliarden Euro-Münzen bereitstehen, sondern auch in einem relativ kurzen Zeitraum 470 Millionen Stück Schilling-Banknoten und rund 3 Milliarden Stück Schilling-Scheidemünzen eingezogen werden.

Supermärkte werden zur "Wechselstube der Nation"
Die Euro-Bargeldeinführung werde die Supermärkte zu Beginn des nächsten Jahres zur "Wechselstube der Nation" machen. Diese Einschätzung traf Hans Reischl, Vorstandschef des drittgrößten europäischen Handelskonzerns Rewe, der in Österreich den Lebensmittelhandelsmarktführer BML/Billa besitzt.

Die Vorbereitung auf das Euro-Bargeld koste sein Unternehmen allein für die Umrüstung sämtlicher Warenwirtschafts-, Kassen- und Waagensysteme auf die neue Währung sowie die Schulung des Personals Millionenbeträge, in D-Mark. Die Rewe-Gruppe betreibt 11.788 Märkte und beschäftigte Ende 2000 rund 179.000 Mitarbeiter.

2.3.2001 08:41