Donnerstag, 1. März 2001

Energie-Index vorläufig ausgesetzt

Die Inflationsrate ist in Österreich im Jänner wieder leicht angestiegen. Sie lag im Jahresabstand bei 2,8 Prozent, nach 2,6 Prozent im Dezember. Im November hatte die Jahresteuerung 3,1 Prozent betragen, im Oktober ebenfalls 2,8 Prozent.

Mittlerweile wird bereits ein Fünftel der Gesamtinflationsrate durch die Preiserhöhungen bei Mineralölprodukten verursacht, erklärte die Statistik Austria am Mittwoch, im Herbst war es erst ein Drittel.

Der Inflationsrate liegt erstmals seit fünf Jahren wieder ein neuer Warenkorb zugrunde. Der Warenkorb 2000 umfasst 812 Positionen, die nach den Ausgaben der Privathaushalte im Vorjahr gewichtet wurden. Neben der Anpassung an das geänderte Verbrauchsverhalten wurde der Umfang des Warenkorbs laut Statistik Austria zwar deutlich - von 710 auf 812 Positionen - erhöht. Die Preiserhebung sei jedoch effizienter gestaltet, sodass keine Mehrbelastung aufgetreten sei.

Für Jänner ermittelte die Statistik Austria für den "VPI 2000" (Basis Jahresdurchschnitt 2000 = 100) einen Indexwert von 101,4 (vorläufig), der um 0,1 Prozent über dem Dezember-Indexwert liegt.

Der Saisonwaren-Index legte im Jänner-Jänner-Abstand um 5,1 Prozent zu (nach minus 7,4 Prozent im Dezember-Dezember-Vergleich), der Index ohne Saisonwaren war im Jahresabstand 2,7 (2,8) Prozent höher.

Der für die Euro-Zone maßgebliche Harmonisierte Europäische Verbraucherpreisindex (HVPI) lag im Jänner um 2,2 Prozent höher, im Dezember hatte der Anstieg im Jahresabstand 1,8 Prozent ausgemacht.

Wegen offener Finanzierungsfragen für die Erstellung mehrerer Teilindizes gibt es für Jänner vorläufig nicht den üblicherweise mit Spannung erwarteten Energieindex (Haushaltsenergie und Treibstoffe), aber auch nicht den Pensionistenindex und den Pkw-Preisindex.

1.3.2001 12:11