Reifenhersteller wächst schneller als der Markt

Bei Umsatz und Gewinn hat der französische Reifenhersteller Michelin im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Trotzdem ist der Abbau von 7.500 Stellen geplant.
Wie die Michelin SA (Clermont-Ferrand) am Dienstag mitteilte, nahm der Reingewinn im Jahr 2000 um 35 Prozent auf 438 Mill. Euro (6,03 Mrd. S) zu.
Beim Umsatz verbuchte Michelin einen Anstieg um 11,9 Prozent auf 15,4 Mrd. Euro. "In einem schwierigeren Marktumfeld" geriet dagegen das Betriebsergebnis unter Druck. Es sank um 3,7 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. In Europa setzt Michelin einen Rationalisierungsplan um, der über drei Jahre bis 2002 den Abbau von 7.500 Stellen vorsieht.
Im Jahr 1999 hatte Michelins Gewinn-Bilanz noch unter außergewöhnliche Belastungen für Rückstellungen gelitten. Konzern-Chef Edouard Michelin hatte bereits im Herbst 2000 über Preissteigerungen bei den Rohstoffen, den schwachen Euro, verringerte Vorratskäufe und eine nachlassende Lkw-Nachfrage in den USA geklagt. Er strebt weiterhin ein Mengen-Wachstum bei den Michelin-Verkäufen an, das im Schnitt um zwei Prozent über dem Weltmarkt liegen soll.

