Dienstag, 27. Februar 2001

Ski-Urlaub in Österreich billiger als in USA

US-Amerikaner urlauben immer häufiger in Österreich. US- und österreichische Reiseveranstalter erwarten heuer bei den Übernachtungen von US-Gästen in Österreich ein Plus von zehn bis 20 Prozent nach 20 Prozent Zuwachs im "Sanktions"-Jahr 2000.

Den Grund dafür sieht Erich Neuhold, Direktor der Außenstelle der Österreich Werbung (ÖW) in New York, in der erfolgreichen ÖW-Winterkampagne in Nordamerika und im starken Dollar.

"Es ist billiger nach Österreich zu fliegen, als in den USA Ski-Urlaub zu machen", sagt Neuhold. Ein Österreich-Urlaub koste im Sonderangebot inklusive Flug, sieben Übernachtungen und Transferkosten 569 Dollar (625 Euro/8.599 S). Nach dem Start der Winterkampagne im September hätten mehr als zwei Millionen Internet-Surfer die US-Webseite der ÖW angeklickt, Reiseveranstalter hätten daraufhin Buchungszuwächse von bis zu 30 Prozent verzeichnet.

Von September 2000 bis Ende Jänner 2001 sind bei der New Yorker ÖW-Tourismusstelle 1.300 Anfragen per E-Mail und 273 telefonische Anfragen über einen Österreich-Urlaub eingegangen, berichtete Neuhold. Die über Österreich verhängten EU-Sanktionen hätten in der Schlussbilanz 2000 keine negativen Auswirkungen gezeigt. "Wir hatten zu Beginn zwar Stornierungen, vor allem im sensiblen Incentive-Bereich, wo sich viele Anbieter um einen Großkunden bemühen. Das konnten wir aber mit anderen Nationen ausgleichen". Incentives sind Anreize wie etwa eine Reise, die Firmen ihren Mitarbeitern als Belohnung für Produktionssteigerungen anbieten.

Beliebtestes Reiseziel der Amerikaner in Österreich ist Wien, gefolgt von Salzburg, Innsbruck und Graz. Weitere Zuwächse bei Übernachtungen von Gästen aus den USA und Kanada dürfte Ende April die Einführung der AUA eines Nonstop-Flugs Wien-Toronto (täglich außer Dienstag und Donnerstag) bringen. Nonstop-Verbindungen bietet die AUA bereits zwischen Wien und den Städten New York, Washington und Dallas.

27.2.2001 09:13