Montag, 26. Februar 2001

Gewinn mehr als 50 Prozent höher

Der an der Wiener und New Yorker Börse notierte Sportartikelhersteller Head N.V. (Rotterdam) hat für 2000 eine Rekordbilanz vorgelegt.

Der Umsatz stieg um 2,5 Prozent auf 398,6 Mill. Dollar (440 Mill. Euro/6,05 Mrd. S), das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 53,2 Prozent auf 38,6 Mill. Dollar, das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit wuchs um 31 Prozent auf 24,4 Mill. Dollar (exklusive steuerliche Gewinne), berichtete Head-Vorstandschef Johan Eliasch am Montag bei der Bilanz-Pressekonferenz in Wien.

Durch Zukäufe in den Bereichen Golf und Fitness-Ausrüstung will die Gruppe künftig weiter wachsen, eine Akquisition sei noch heuer möglich, sagte Eliasch. Für 2001 erwartet Eliasch ein "gutes" Geschäftsjahr und Zuwächse in allen Bereichen. Im Rahmen des Aktienrückkaufsprogramms, bei dem der Vorstand bis zu 10 Prozent des Aktienkapitals rückkaufen will, seien bisher 956.000 Aktien zurückgekauft worden. Mit dem Börsegang gelangten 49,1 Prozent der Head-Aktien in Streubesitz, 43,1 Prozent gehören Eliasch selbst, 7,4 Prozent Head-Mitarbeitern.

0,86 Dollar Gewinn je Aktie

Den Kursverlauf der Head-Aktie wollte Eliasch nicht kommentieren. Der Titel notierte heute vormittag bei 5,94 Euro, der Ausgabekurs der Aktie hatte am 29. September 2000 noch bei 11,295 Euro betragen. Der Gewinn je Aktie lag 2000 bei 0,99 Dollar, einschließlich aller Umtauschrechte bei 0,86 Dollar.

44 Prozent des Head-Umsatzes fielen im Vorjahr auf den Racket-Bereich, 36 Prozent auf Wintersport-Produkte, 18 Prozent auf Tauchausrüstung und 2 Prozent auf das Lizenzgeschäft. 50 Prozent des Umsatzes wurden in Europa erwirtschaftet, 33 Prozent in den USA, 11 Prozent in Asien - davon 19 Prozent in Japan.

Erlösen im Wintersportbereich zurückgegangen

Durch den im Verhältnis zum Euro hohen Dollarkurs sei bei den Erlösen im Wintersportbereich ein Rückgang von 4,5 Prozent auf 144,5 Mill. Dollar verzeichnet worden, bemerkte Eliasch. Zu vergleichbaren Wechselkursen seien die Erlöse um 8 Prozent gestiegen, nachdem um 7 Prozent mehr Skier (570.000 Stück), um 5 Prozent mehr Bindungen (1,3 Mill. Stück) und 16 Prozent mehr Skischuhe (540.000 Stück) verkauft worden seien.

Durch den schwachen Euro seien auch die Umsätze im Tauchsportgeschäft um 6 Prozent auf 72,2 Mill. Dollar zurückgegangen, bei vergleichbaren Wechselkursen wäre der Umsatz um 4,3 Prozent gestiegen, bemerkte Eliasch. Im Racket-Bereich - der weltweite Markt ist 350 Mill. Dollar schwer - stiegen die Head-Umsätze vor allem durch die Konsolidierung des im Mai 1999 erworbenen Tennisball-Produzenten Penn um 14 Prozent auf 174 Mill. Dollar. Head verkaufte 2000 um 27 Prozent mehr Tennisschläger, der Verkauf von Tennis-Schuhen war jedoch leicht rückläufig.

26.2.2001 12:57