Sonntag, 4. März 2001

Chefposition in der ÖIAG würde Ditz reizen

ÖIAG-Vorstand Ditz (ÖVP) hat FPÖ-Wirtschaftssprecher Prinzhorn wegen dessen Äußerungen zum Telekom-Börsegang kritisiert. Zwar erteile er der Politik kein Sprechverbot, es wäre aber gut, die "Rollenverteilung" zu beachten.

Er halte es für "problematisch und dilettantisch", wenn Politiker zu Verträgen Stellung nähmen. Dies könne Firmen schädigen. Auf Zurufe der Politik reagiere er nicht. Im ÖIAG-Aufsichtsrat säßen ausgewiesene Fachleute,"die Politik spielt keine Rolle", so Ditz im ORF-Radio.

Chefposition in der ÖIAG würde Ditz reizen

Weiters bekräftigte Ditz sein Interesse an der Funktion der "Nummer Eins" in der staatlichen Beteiligungsholding. Voraussetzung wären allerdings "gewisse Kompetenzen" und das Vertrauen der Aufsichtsräte. Sollte ihm eine andere Person vorgezogen werden, will er die neue Situation prüfen und dann über seine persönliche Zukunft entscheiden. "Ich habe klare Vorstellungen", betonte Ditz zu den künftigen Aufgaben der ÖIAG. Die derzeitige Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat bezeichnete er als "hervorragend".

AUA-Vorstandsfrage nicht aktuell

Ditz wandte sich gegen den Ausdruck "Flop" im Zusammenhang mit dem Börsengang der Telekom. Beurteilt werden müsse die gesamte Entwicklung, jeder Investor wisse, dass es sich um eine langfristige Aktion handle.

Bei der AUA sieht Ditz die Frage nach einem neuen Vorstand als nicht aktuell - die vorhandenen Vorstände sollten ihr Konzept umsetzen. Wichtig sei, dass Österreich die Mehrheit der Anteile halte.

4.3.2001 09:37