Für Kroaten nur guter "Sparring-Partner"

Im Regen gab es in Rijeka gegen Kroatien ein 0:1 (0:1). Die Generalprobe ging zwar auf fast irregulärem Boden verloren, aber die Hoffnung für die kommenden Aufgaben in der WM-Qualifikation lebt. Über die Truppe von ÖFB-Teamchef Otto Baric war u.a. in einer kroatischen Zeitung zu lesen: "Austrija war speziell in der ersten Hälfte ein guter Sparring-Partner, aber nicht mehr."
"Ich wollte wegen der schlechten Verhältnisse die Partie nicht, jetzt bin ich glücklich, dass sich niemand verletzt hat", meinte ÖFB-Teamchef Otto Baric am Donnerstag in seiner Nachbetrachgung in Wien.
In seiner Analyse ging der Kroate dann im Detail auf Positiva und Negativae in. Der Sieg seiner objektiv besseren und technisch stärkeren Landsleute ging für ihn in Ordnung. Als großes Plus nannte er, dass sich seine Mannschaft nach vier Monaten Pause als Einheit präsentiert habe. "Kampfgeist, Wille, Disziplin und Organisation haben gestimmt und konditionell waren wir auch um nichts schlechter", stellte Baric zufrieden fest.
"Nach vorne hat es nicht gestimmt"
Nicht funktioniert hat auch die Umsetzung seines Auftages, im Hinblick auf Bosnien auf Sieg zu spielen. "Nach vorne hat etwas nicht gestimmt, wir hatten nur einen Stürmer. Herzog, der sich spielfreudig und kämpferisch wie schon lange nicht zeigte, sowie Flögel nur in den letzten zwanzig Minuten haben zwar versucht, in Tornähe zu kommen, aber das alles war noch viel zu wenig
In Sarajewo nicht nur auf Konter
Er glaubt, dass die Bosnier am 24. März in Sarajewo nicht so stark sein und so viel Druck erzeugen werden wie der WM-Dritte von 1998 am Mittwoch Abend im Kantrida-Stadion. "Wir werden dort nicht nur auf Konter spielen", sagt Baric, der seiner Mannschaft nach wie vor vertraut. "Das Team ist gesund, eine Einheit und die Spieler sind Freunde".
Neues System von Teamchef Jozic brachte Kroaten Erfolg
"Das neue 4-4-2-System von Teamchef Mirko Jozic hat uns den Sieg gebracht". Unter diesem Titel stellte die kroatische Zeitung "Jutarnji list" (Morgen-Blatt) in der Donnerstag-Ausgabe seinen Bericht vom 1:0 im freundschaftlichen Fußball-Länderspiel in Rijeka gegen Österreich. Über die Truppe von ÖFB-Teamchef Otto Baric war u.a. zu lesen: "Austrija war speziell in der ersten Hälfte ein guter Sparring-Partner, aber nicht mehr."
Der Kommentator sah die Österreicher im Schlamm untertauchen. Sie hätten nur versucht, ihr Gehäuse sauber zu halten. Nach der Pause wäre aber auch der spielerische Faden der Kroaten durch die vielen Auswechslungen verloren gegangen, das Tor von Manninger nur noch hin und wieder bedroht worden und "Austrija" habe im Vergleich zu den ersten 45 Minuten etwas mehr Luft bekommen.
Weitere Länderspiele am Mittwoch
WM-Qualifikationspiele
Gruppe 2
Portugal - Andorra 3:0 (2:0)
Gruppe 6
Belgien - San Marino 10:1 (3:0)
Länderspiel-Turnier auf Zypern
Spiel um Platz drei: Zypern - Ukraine 4:3 (2:1)
Finale: Rumänien - Litauen 3:0 (2:0)
Freundschaftsspiele
Slowenien Uruguay 0:2 (0:1)
Zypern Ukraine 4:3 (2:1)
Griechenland Russland 3:3 (2:1)
Rumänien Litauen 3:0 (2:0)
Mazedonien Tschechien 1:1 (1:1)
Bosnien-Herzegowina Ungarn 1:1 (1:1)
Jordanien Bulgarien 0:2 (0:1)
Schweiz Polen 0:4 (0:2)
Kroatien Österreich 1:0 (1:0)
Liechtenstein Lettland 0:2 (0:0)
Luxemburg Finnland 0:1 (0:0)
Niederlande Türkei 0:0
Malta Schweden 0:3 (0:2)
Italien Argentinien 1:2 (1:1)
England Spanien 3:0 (1:0)
Nordirland Norwegen 0:4 (0:3)
Irland Dänemark abgesagt
