Mittwoch, 28. Februar 2001

Freundschaftsspiel im Stade de France

Bereits am Dienstag liefern Welt- und Europameister Frankreich und Deutschland in St. Denis die Ouvertüre zum traditionellen Termin des Fußball-Länderspiel-Mittwochs.

Der französische Trainer Roger Lemerre hat gleich 16 Europameister für den ersten Auftritt im neuen Jahr im Kader, bei den Deutschen bangt Teamchef Rudi Völler um den Einsatz von Dietmar Hamann.

Der 27-jährige musste am Sonntag mit dem FC Liverpool im englischen Liga-Cup-Finale 120 Minuten durchspielen und reiste müde und ausgelaugt zum DFB-Quartier an. Bei den Franzosen war gar die Hälfte des Kaders noch am Sonntag in Italien, England und Deutschland im Einsatz. Allein beim 6:1-Sieg von Manchester United gegen Arsenal standen sieben Franzosen auf dem Feld.

Zidane vom Training befreit

Eine einzige Trainingseinheit setzte Lemerre für Montagnachmittag im Mannschafts-Quartier in Clairefontaine an, und für diese stellte er Zinedine Zidane sogar noch frei. Der "Weltfußballer des Jahres" durfte seine müden Muskeln pflegen lassen und die goldenen Schuhe, die ihm Sponsor "adidas" speziell für das Spiel gegen die Deutschen angefertigt hat, im Karton lassen. Seine Länderspiel-Form hatte der geniale Regisseur am Sonntagabend vor dem auf der Bank schmorenden Oliver Bierhoff beim 3:0-Erfolg von Juventus Turin gegen den AC Milan unter anderem mit einem Tor unter Beweis gestellt.

Völler hat Respekt

"Die Tradition unserer Begegnungen mit Deutschland zeigt, dass es kein einfaches Spiel werden wird. Noch dazu will uns als Welt- und Europameister jeder schlagen", meinte Lemerre. Sein Gegenüber Rudi Völler hat großen Respekt vor den Gastgebern: "Sie verfügen über so viel Talent und haben im Moment sicher das beste Team auf der Welt. Sie sind klarer Favorit, aber wir werden alles tun, um mit erhobenen Köpfen den Platz verlassen zu können. Nach dem Spiel werden wir wissen, wo wir stehen."

28.2.2001 08:01