Fußballer riskieren am meisten, Schwimmen ist am sichersten

Von der ehemaligen "Männerdomäne" Sport ist nichts mehr zu spüren: Mit 72 Prozent führen die Männer "nur" mehr um knappe zwei Prozent. Sieben von zehn Frauen sind ebenso sportlich unterwegs.
Fast drei Viertel aller Österreicher lieben es in ihrer Freizeit sportlich. Am beliebtesten sind dabei Radfahren und Schwimmen (je 47 Prozent), vier von zehn Hobbysportlern zieht es in die Berge zum Wandern. Nach einer Studie vom Institut "Sicher Leben", die Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt wurde, eignen sich Schwimmen, Bergwandern, Aerobic und Gymnastik am besten für die Gesundheit .
Wer schwimmt, geht nicht nur einem gesunden, sondern auch einem sichern Hobby nach: Denn statistisch gesehen ereignen sich pro 1.000 Stunden dieser Sportausübung nur 0,1 Unfälle. Ebenso sicher ist Bergwandern, gefolgt von Skilanglaufen mit einer Verletzungshäufigkeit von 0,2.
Erstmals untersucht wurde auch die Zeit, die die Österreicher mit Freizeitsport verbringen. Dabei kam es teilweise zu überraschenden Ergebnissen: Denn während Fußballer durchschnittlich pro Jahr dem runden Leder 93 Stunden nachjagen, verbringen Reiter mit 159 Stunden deutlich mehr Zeit im Sattel. Auf Platz zwei folgt bereits das Fitnesstraining mit Geräten, dass die Freizeitsportler rund 152 Stunden jährlich schwitzen lässt. Skifahrer bringen es im Vergleich dazu auf 72 Stunden pures Pistenvergnügen. Manche Sportarten sind eben Witterungs- und Saisonabhängig.
Bei den Gefahren hingegen schneidet Fußball lange nicht so gut ab: "Ballsportarten haben das höchste Risiko bei der Sportausübung", so Studienautor Univ-Doz. Dr. Roland Bässler vom Institut für Sportwissenschaft der Uni Wien. Auf dem Fussballplatz kommen pro 1.000 Stunden Kicken statistisch etwa 2,6 Unfälle. Halb so hoch (2,3) ist das Risiko beim Volleyball, an dritter Stelle folgen die Inline-Skater, knapp dahinter die Pistenskifahrer.
Damit Sport auch tatsächlich zur Gesundheit beiträgt, sollte er nicht als "Eintagsfliege" betrieben werden. Regelmäßiges Krafttraining stärkt die Muskulatur und beugt so Unfällen beim Skifahren oder im Sommer beim Beach-Volleyball vor. "Um Spaß zu haben, reicht es, zwei bis drei Mal in der Woche zu üben, dafür aber das ganze Jahr über", rät "Willkommen Österreich - Fitnessexpertin Pat Zapletal.
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