Fünf Medaillen für Österreich

Es klingt beinahe unwirklich. Gold im Teamspringen von der Normalschanze, Bronze im Teamspringen vom großen Bakken und Bronze durch Martin Höllwarth (Normalschanze).
Was die österreichischen Skispringer und ihr gesamtes Betreuerteam rund um Cheftrainer Toni Innauer und dessen Co. Alexander Pointner in den vergangenen Wochen und in Lahti geleistet haben, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nur knapp drei Wochen nach dem tragischen Unfalltod von Trainer und Freund Alois Lipburger boten die ÖSV-Adler Leistungen, als ob das alles nicht passiert wäre.
Der Lorbeer gebührt Lipburger
Den Lorbeer für die Leistungen der Sportler übergab Cheftrainer Toni Innauer posthum an Alois Lipburger. "Es ist da ein Trainer am Werk gewesen bei dieser Mannschaft, der sehr gute Grundlagen geschaffen hat. Liss hat auch sehr stark versucht, den Teamgedanken zu strapazieren und sie auch als Team fühlen zu lassen", meinte Innauer.
Dass der Weltmeister-Titel nun ausgerechnet mit dem Team errungen wurde, erfüllte den Vorarlberger daher mit besonderer Freude. "Was wir mit dem Tod vom Alois alle zu verkraften haben, haben wir versucht gemeinsam durchzustehen und zu verarbeiten, deshalb ist es besonders schön, dass wir als Team die Belohnung bekommen."
Gestecktes Ziel wurde übertroffen
Die Entwicklung der WM hat bewiesen, dass die Mannschaft nicht an Substanz verloren hat, obwohl drei der vier Bewerbe in den letzten drei Tagen absolviert werden mussten. Die Bilanz konnte natürlich nur gut ausfallen. "Wir haben mehr herausgeholt, als wir uns noch vor dem Tod von Liss vorgenommen haben. Die Saisonziele waren, hier in Kombination und Sprunglauf zwei bis drei Medaillen zu machen, gemacht haben wir fünf. Das ist sehr erfolgreich."
Zwei Medaillen der Kombinierer
Die ÖSV-Kombinierer haben bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti die Erwartungen erfüllt. Nach insgesamt acht Podestplätzen im Weltcup gab es beim Saisonhöhepunkt für die Mannschaft der Trainer Günther Chromecek und Andreas Felder Team-Silber und Einzel- Bronze (Felix Gottwald). Die Erben von Klaus Sulzenbacher dürfen sich auf weitere "fette" Jahre freuen: In einem Jahr werden in Salt Lake City Olympia-Medaillen vergeben und 2003 wartet schon die nächste WM im Val di Fiemme. "Wir haben mit Medaillen spekuliert, jetzt haben wir sie und ich bin sehr glücklich", sagte Chromecek nach dem letzten Bewerb.
Null-Nummer im Langlauf
Bei der letzten WM in der Ramsau musste der frühere Langlauf-Trainer und nunmehrige ÖSV-Sportdirektor für Langlauf und Biathlon, Walter Mayer, noch Haare lassen. Seine Burschen hatten in der 4x10 Km-Staffel Gold geholt. Groß waren daher die Erwartungen in Lahti. Trotz guter Leistungen wollte es nicht so recht klappen. Das Langlauf-Team ging bei dieser WM leer aus.
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