Sensationelles Duell mit Finnland

Österreichs Skispringer setzten am Sonntag den "goldenen" Schlusspunkt hinter die 43. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti: Wolfgang Loitzl, Andreas Goldberger, Stefan Horngacher und Martin Höllwarth verwiesen Gastgeber Finnland um lächerliche zwei Punkte auf den zweiten Platz.
Bronze ging an die Weltmeister-Mannschaft von der Großschanze, Deutschland. Für die ÖSV-Adler war es der erste WM-Titel seit 1991 in Val di Fiemme, damals war ebenfalls bereits Horngacher im Team gestanden.
Es war Dramatik pur, die im letzten WM-Bewerb dieser Titelkämpfe geboten wurde. Wolfgang Loitzl brachte Österreich nach der ersten und fünften Runde jeweils in Führung, dazwischen lag jeweils die Truppe von Mika Kojonkoski in Front. Der Suomi-Coach, der vor zwei Jahren noch das rot-weiß-rote Team betreut hatte, erwies sich als Prophet. Vor Beginn der WM hatte er den Österreichern gewünscht, dass sie mit seiner Mannschaft um Gold kämpfen würden. Ob er ihnen auch diesen Ausgang gewünscht hat, ist anzuzweifeln.
Von Anfang bis zum Schluss gab es ein packendes Duell: Nach dem ersten Durchgang (nach vier Sprüngen) lag Österreich 5,5 Zähler hinter Finnland, nach sechs Springern führte Finnland noch zwei Punkte vor Österreich, nach sieben nur noch einen. Ein fantastischer 95-m-Satz von Martin Höllwarth, den er mit einem schönen Telemark krönte, brachte der Truppe von Toni Innauer letztlich den Sieg. Im letzten Sprung dieser WM landete Janne Ahonen nur bei 93 Metern, dies bedeutete Gold für Rot-Weiß- Rot.
Eine unter den Umständen nach dem schrecklichen Autounfall sensationelle Bilanz hat Unglückslenker Martin Höllwarth aufzuweisen: Nach Rang vier von der Großschanze kehrt der Tiroler mit Einzel-Bronze vom kleinen Bakken, Bronze im Teambewerb von der kleinen Schanze und eben Mannschafts-Gold von der Normalschanze heim.
Karl-Heinz Grasser10:58
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