Samstag, 3. März 2001

Niemann wieder Gesamtweltcup-Siegerin

Claudia Pechstein hat ihre große Rivalin Gunda Niemann-Stirnemann düpiert und als erste Eisschnellläuferin der Welt die "magische" Vier-Minuten-Grenze über 3.000 m durchbrochen.

Beim Weltcup-Finale im Olympic Oval von Calgary lief die Berlinerin in 3:59,27 Minuten die historische Bestzeit, mit der sie den erst zwei Wochen alten Rekord von Niemann um 0,99 Sekunden drückte. Für Pechstein war es der zweite Weltrekord nach 1997 auf dieser Strecke. Ansonsten hatte seit 1990 allein Gunda Niemann das "Vorrecht" zur Verbesserung der Rekordmarke gehabt.

Die 34-jährige Niemann kämpfte verbissen und lag bis eine Runde vor Schluss unter der von Pechstein vorgelegten Traummarke. In der letzten Runde musste sie aber dem Tempo Tribut zollen und landete mit 4:00,87 Minuten auf Platz zwei. Die Erfurterin durfte sich mit dem Weltcup-Gesamterfolg trösten. Es war ihr 19. Erfolg im Weltcup seit 1990, der zehnte auf den langen Strecken.

"Ich bin sehr überrascht, denn im Training lief es bis Mittwoch überhaupt nicht: Ich habe einfach keinen Rhythmus gefunden. Super, dass es im Rennen geklappt hat", strahlte Claudia Pechstein, die in der Vorwoche ihren 29. Geburtstag gefeiert hatte. Niemann war tief enttäuscht, nicht als Erste die Schallmauer durchbrochen zu haben. "Ich habe alles gegeben, muss mir nichts vorwerfen", räumte sie ein. "Die Beine wurden auf den letzten Runden schwer und auch mit der Atmung hatte ich Probleme."

In der Division B über 3.000 m belegte die Österreicherin Emese Dörfler-Antal, die ihren Lauf gegen die US-Amerikanerin Ann Driscoli in 4:11,88 klar gewann, den zweiten Rang. Für Marnix ten Kortenaar lief es über 5.000 m überhaupt nicht nach Wunsch, der gebürtige Niederländer wurde disqualifiziert.

3.3.2001 13:19