Mittwoch, 28. Februar 2001

NEWS EXKLUSIV: Sozialversicherungs-Geheimstudie

Neuer Sprengstoff in der Krankenkassen-Sanierungsdebatte: Die birgt eine Geheimstudie, die der Chef des Hauptverbands der Sozialversicherung Hans Sallmutter seit Freitag vergangener Woche in Händen hält.

Bei der detaillierten Durchleuchtung der 28 Sozialversicherungsträger (Kranken-, Pensions- und Unfallversicherungen) kamen die Autoren nämlich zu folgendem brisanten Schluss:

+ "Hinsichtlich der Mitarbeiter im Verwaltungsbereich werden Überkapazitäten von 8.334 Personen ... errechnet. Dies entspräche 54 Prozent der Verwaltungsmitarbeiter."

+ Und "Für die gesamten Verwaltungskosten ergäbe sich ein Potenzial von 6.137 Millionen Schilling per anno".

+ Im Klartext: Statt 15.136 Mitarbeitern müßten 7.026 reichen und statt 13,595 Milliarden Schilling Verwaltungsaufwand 7,762 Milliarden.

Zudem heißt es in der brisanten Geheimstudie:
"Für die EDV-Kosten der Sozialversicherungen ergibt sich ein Verbesserungspotenzial von 881 Millionen per anno."

+ Durch Vereinheitlichung und Konzentration der EDV müßten die Sozialversicherungen somit mit 1,164 Milliarden Schilling anstatt wie zuletzt mit 2,045 Milliarden das Auslangen finden.

Der vernichtende Befund einer Arbeitsgruppe aus reformfreudigen Experten aus den Sozialversicherungs-Anstalten selbst sowie hinzugezogenen externen Experten beruht auf einem Kostenvergleich zwischen privaten und gesetzlichen Versicherungen.

Die NEWS vollständig vorliegende 16seitige Expertise der Einsparungs-Experten wurde von dieser Arbeitsgruppe vergangenen Freitag erstmals auch dem Präsidenten des Hauptverbandes, Hans Sallmutter, übermittelt.

Mehr dazu lesen Sie im neuen NEWS.

28.2.2001 16:10