Marsch gegen Armut und Unterdrückung fortgesetzt

Die Rebellen im Süden von Mexiko sind am dritten Tag ihres rund zweiwöchigen Marsches gegen Armut und Unterdrückung in Oaxaca begrüßt worden. Die sogenannte "Zapatour 2001" soll sie am 11. März in die mexikanische Hauptstadt führen.
Sieben Jahre nach Beginn ihres Aufstandes wollen die Zapatisten nun wieder öffentlich auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Ziel der Reise ist am 11. März Mexiko-Stadt, wo Marcos sich direkt für mehr Rechte der indianischen Bevölkerung einsetzen will.
Verhandlungen mit der früheren Regierung über eine bessere Lebensqualität der verarmten Landbevölkerung von Chiapas kamen 1996 zum Stillstand. Präsident Vicente Fox hatte sich dann unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Dezember vergangenen Jahres zum Dialog mit der Zapatistischen Nationalen Befreiungsarmee (EZLN) bereit erklärt.
Jetzt macht die EZLN die Schließung von sieben Militärstützpunkten in Chiapas, die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen und die Verabschiedung eines bisher gestoppten Gesetzes über die Selbstverwaltung indianischer Gemeinschaften zur Voraussetzung für Friedensverhandlungen.
