16 Personen vorübergehend festgenommen

Die Polizei hat eine Protestaktion der Umweltschutzaktion Greenpeace gegen den Stromkonzern E.ON in Wien beendet. Nach Angaben der Bundespolizeidirektion wurden insgesamt 16 Personen vorübergehend festgenommen und im Lauf des Abends nach der Einvernahme wieder freigelassen.
Gegen 21.00 Uhr befanden sich aber noch einige Aktivisten in Polizeigewahrsam, berichtete eine Sprecher.
Greenpeace protestierte in einer Aussendung gegen diese Vorgangsweise. "Es ist für uns völlig unverständlich, dass Umweltschützer, die im Sinne der österreichischen Bevölkerung friedlich gegen Atomgefahren protestieren, wie Schwerverbrecher behandelt werden", hieß es in einer Aussendung, in der die Vorgangsweise der Polizei als "grob unangemessen" bezeichnet wurde.
Greenpeace gegen E.ON
Nachdem der Stromkonzern zunächst eine Reaktion auf die Vorwürfe von Greenpeace verweigert hatte, wollten die Umweltschützer mit dem Einschalten von Alarmsirenen das Eingreifen der Polizei provozieren. Davon erhofften sie sich größtmögliche Publizität für ihr Anliegen.
Greenpeace wirft E.ON vor, Strom aus dem umstrittenen tschechischen Atomkraftwerk Temelin beziehen zu wollen. E.ON wies diese Vorwürfe später in einer Aussendung zurück.
