Flughafenpersonal informiert über Kontrollen

Das Zollamt auf dem Flughafen Wien in Schwechat ist am Montag mit einer zusätzlichen Aufgabe betraut worden: Auf Anordnung des Gesundheitsministeriums sollen zum Schutz vor der Maul- und Klauenseuche Passagiere aus Großbritannien strenger kontrolliert werden.
Mit Handzetteln und Plakaten informiert das Flughafenpersonal die Passagiere über die Kontrollen, teilte Amtsdirektor Josef Pammer mit.
Bis zu acht Zollbeamten seien pro Tag im Einsatz, die nun als "Nebenbeschäftigung" Koffer und Handgepäck von Passagieren aus Großbritannien in Stichproben durchsehen. Beschlagnahmt werden dabei Fleisch, Milch, Milchprodukte, Häute, Felle und Jagdtrophäen, die in weiterer Folge von einem Grenztierarzt auf die Erreger der Maul- und Klauenseuche getestet werden. Bisher ist noch kein derartiger Fall bekannt, so Pammer. Zehn Flüge aus dem Vereinigten Königreich sind nach Angaben des Zollamtes pro Tag die "Untergrenze".
Häute und Felle von Rindern, Schafen, Ziegen, Schweinen und anderen Paarhufern aus Großbritannien müssen beim Versand in andere EU-Mitgliedstaaten von einem bestimmten Zeugnis begleitet sein, berichtete Pammer. Auch die Fluggesellschaften sind über die Anordnung informiert worden. Deren Aufgabe sei es nun, die Passagiere vor dem Flug nach Österreich auf das Einfuhrverbot hinzuweisen.
Info-Blätter und Plakate an den Grenzen
An den Grenzstationen und Flughäfen werden die Reisenden bereits seit einigen Tagen davor gewarnt, Lebensmittel aus Großbritannien einzuführen, die aus Milch oder Fleisch von Paarhufern (Rind, Schwein, Schaf, Ziege) bestehen, hieß es im Ministerium. Der Ausbruch der Krankheit in Großbritannien sei zunächst für alle überraschend gekommen, "jetzt sind aber alle in Alarmposition".
