Mittwoch, 21. Februar 2001

Produktion des Cherokee wird Mitte 2001 eingestellt

Chrysler, die US-Sparte der DaimlerChrysler AG, wird die Produktion des Modells "Cherokee" bereits in diesem Sommer einstellen. Die Fertigung des Traditionswagens, der sich seit 18 Jahren auf dem Markt befindet, wird damit früher beendet als ursprünglich geplant.

Der Cherokee wird bei der Magna-Tochter Steyr Fahrzeugtechnik (SFT) in Graz produziert - im vergangenen Jahr mit einer Stückzahl von rund 38.000. Der Cherokee soll durch ein neues Modell, den "Liberty", ersetzt werden. Um dessen Fertigung zu optimieren, will Chrysler weitere 35 Mio. Dollar (37 Mio. Euro/509 Mio. S) in die neu errichtete Produktionsstätte in Toledo/Ohio, investieren. Marktbeobachter vermuten, dass Chrysler künftig seine Produktionslinien so flexibel gestalten wird, dass es möglich ist, unterschiedliche Modelle an einem Ort zu fertigen.

So ermögliche die Einstellung des Cherokee und die damit einhergehende Reorganisation der Fabrikation die Schließung einer ganzen Produktionsstätte, meinte ein Experte der Automobilwirtschaft. Ein Unternehmenssprecher von Chrysler erklärte zu diesem Thema, es sei noch offen, ob die Maßnahme Kündigungen auslöse.

Liberty soll Absatz kräftig steigern

Die DaimlerChrysler AG will von ihrem neuen Geländewagenmodell der Marke Jeep künftig deutlich mehr Fahrzeuge verkaufen als vom Vorgängermodell Jeep Cherokee zuletzt. Der Präsident von Chrysler Europa, Steven Landry, sagte, im ersten vollständigen Produktionsjahr 2002 sollten in Nordamerika 180.000 und auf Auslandsmärkten wie Europa 35.000 Fahrzeuge des neuen Modells verkauft werden.

In Nordamerika kommt der neue Jeep im Sommer unter dem Namen Liberty auf den Markt, in Europa ist die Einführung im Herbst geplant. Auf den Märkten außerhalb Nordamerikas wird der Liberty weiter unter dem Namen Cherokee verkauft. Im vergangenen Jahr hat Chrysler vom alten Cherokee weltweit rund 186.000 Fahrzeuge abgesetzt.

21.2.2001 10:29
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