Bausparvertrag und Sparbuch am beliebtesten

Bei der Geldanlage gehen die Österreicher wieder mehr auf "Nummer sicher". Bausparvertrag und Sparbuch sind so gefragt wie schon lange nicht mehr. Anlagen mit höherem Risiko haben dagegen an Attraktivität eingebüßt.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra" bei 1.000 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ausgewählten Personen.
57 Prozent der Befragten gaben an, bei der Wahl unter Geldanlagemöglichkeiten würden sie vor allem an eine sichere denken, 24 Prozent sehen sie als Möglichkeit zum Geld verdienen, 19 Prozent haben eine längerfristige Geldanlage im Auge.
Der Bausparvertrag wurde von 48 Prozent der Befragten als attraktivste Anlageform bezeichnet. Seit Beginn der Umfragen zu diesem Thema im Jahr 1992 erreicht er damit die bisher höchste Bewertung und konnte sich auch um drei Prozentpunkte gegenüber der letzten derartigen Umfrage im März 2000 verbessern.
Das Sparbuch kam trotz Wegfall der Anonymität auf 34 Prozent Anhänger - ein Plus von elf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und fast genauso viel wie vor neun Jahren. Damals haben die Meinungsforscher mit 35 Prozent Nennungen das bisher höchste Interesse am Sparbuch registriert.
Diese beiden Top-Anlageformen sind bei allen Gesellschaftsgruppen gleich stark beliebt - bei Jung und Alt und in allen Kaufkraftschichten. Das Sparbuch allerdings kommt bei älteren Bevölkerungskreisen und weniger kaufkräftigen Personen ganz besonders gut an.
Die größten Verlierer der diesjährigen Umfrage zum Thema Geldanlage sind die Lebensversicherungen mit einem Minus von sechs Prozentpunkten auf 29 Prozent und Aktien - 18 Prozent bedeuten einen Verlust von fünf Prozentpunkten. Auch die Attraktivität von Grundstücken/Immobilien und Gold ist jeweils um vier Prozentpunkte gesunken: Auf 29 beziehungsweise auf magere sechs Prozent.

