Gerichtsbeschluss in Florida

Das weltgrößte Ölunternehmen Exxon Mobil soll rund 10.000 US-Tankstellenbesitzern insgesamt 500 Mill. Dollar (551 Mill. Euro/7,59 Mrd. S) Schadensersatz zahlen. Zusammen mit noch festzusetzenden Zinsen könnte sich die Summe auf bis zu 1 Mrd. Dollar belaufen.
Die Tankstellenbesitzer hatten Exxon 1991 verklagt. Bloomberg zufolge warfen sie dem Unternehmen vor, sie bei einem Rabatt-Programm für Benzinkäufe betrogen zu haben. Danach sollten die Tankstellenbesitzer nach eigener Darstellung bei Großeinkäufen eine Preisermäßigung erhalten, wenn sie in Bar zahlten. Sie hätten diesen Nachlass aber nicht erhalten.
Es ist das zweite Mal, dass der Fall vor Gericht verhandelt wurde. Ein erster Prozess war 1999 für gescheitert erklärt worden, nachdem sich die Jury nicht auf ein Urteil hatte einigen können. Exxon, das die Vorwürfe zurückweist, will gegen den Spruch Berufung einlegen. Auch die Kläger wollen gegen die Entscheidung angehen, weil der zuständige Richter eine Verhängung von so genannten Strafgeldern zusätzlich zum Schadensersatz nicht zuließ.

