Dienstag, 20. Februar 2001

Einführung des Euro als Zweitwährung

Kroatien könnte seine Währung Kuna schon bald an den Euro koppeln oder die Einheitswährung nach ihrer physischen Einführung 2002 sogar als gesetzliches Zahlungsmittel einführen.

Das sei auch parallel zur Kuna denkbar, sagte der Vorstandsdirektor der Raiffeisenbank Austria d.d. in Zagreb, Velimir Sonje, vor österreichischen Journalisten in Wien. "Wir erwarten einen starken Zustrom zum Euro", sagte der Raiffeisen-Bankdirektor anlässlich eines Wien-Aufenthaltes.

In den vergangenen Jahren habe sich die kroatische Währung Kuna fast ausnahmslos in einer engen Bandbreite von plus/minus fünf Prozent zur Deutschen Mark bewegt. Rund 80 Prozent aller Spareinlagen in Kroatien erfolgen laut Sonje in Fremdwährungen. Davon entfallen 70 bis 75 Prozent auf DM, 15 Prozent auf Schilling und etwa 10 Prozent auf US-Dollar. Verträge werden in Kroatien meist auf DM abgeschlossen, die Bezahlung erfolgt dann in der Landeswährung Kuna.

20.2.2001 14:57