Frauen-Einkommen rutschen immer stärker ab

Frauen sind nach wie vor gegenüber Männern benachteiligt: Die Einkommensschere in Österreich zwischen Frauen und Männern klafft trotz Gleichbehandlungspaketen immer stärker auseinander.
Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern klafft trotz Gleichbehandlungspaketen immer stärker auseinander. Nach Angaben des Rechnungshofs und Berechnungen der Statistik Austria betrug im Jahr 1999 das Medianeinkommen der Männer 371.100 Schilling. Die Frauen erhielten mit 243.200 Schilling nur 63,1 Prozent des Einkommens der Männer. Der Gesamtschnitt lag bei 316.800 Schilling.
Besonders krass gestaltet sich der Geschlechterunterschied in den Dienstleistungsberufen. Hier verdienen Frauen gar nur 57,3 Prozent, bezogen auf das Durchschnittseinkommen der Männer. Konkret heißt das, Männer erhielten in dieses Berufsgruppe 333.600 Schilling jährlich, Frauen nur 189.700 Schilling. Die geringsten Unterschiede gibt es bei Anlagen- und Maschinenbauern sowie Monteuren. Hier lautet das Verhältnis 343.400 Schilling Männereinkommen zu 243.000 Schilling Fraueneinkommen, wobei das weibliche Geschlecht "immerhin" auf 70,8 Prozent der Männergehälter kam.
Ein paar Beispiele:
Frauen - Männer
"Höhere Angestellte" 374.000 701.700
Wissenschaftler 368.800 547.100
Techniker 284.300 476.100
Bürokräfte 276.500 421.100
Verkäufer 189.700 333.600
Landwirtschaft 181.000 316.100
Handwerk 212.300 345.400
Maschinenbau 243.000 343.400
Hilfsarbeit 176.900 288.000

