Nippon Steel wird als Branchenführer verdrängt

Die drei Firmen Usinor, Arbed und Aceralia teilten mit, man habe sich grundsätzlich auf eine Fusion geeinigt. Dadurch entsteht ein Unternehmen mit einem Umsatz von rund 30 Mrd. Euro (413 Mrd. S) und 110.000 Mitarbeitern.
Mit einer Jahresproduktion von etwa 46 Mill. t Rohstahl würde das neue Unternehmen die japanische Nippon Steel als Branchenführer verdrängen.
Die Fusion steht den Angaben zufolge noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aktionäre und der Wettbewerbsbehörden. Die drei Konzerne hatten bereits am Freitag mitgeteilt, sie führten Gespräche über einen Zusammenschluss in einem fortgeschrittenen Stadium.
Wie Arbed ad hoc mitteilte, soll den Aktionären aller drei Unternehmen der Umtausch ihrer Aktien gegen Anteilsscheine einer neu zu gründenden Gesellschaft ("NewCo") angeboten werden. Der Umtauschkurs solle 10 NewCo-Aktien für einen Arbed-Anteilsschein, eine NewCo-Aktie für ein Usinor-Papier und 8 NewCo-Aktien für 7 Aceralia-Anteile betragen.
Würde das Angebot von allen Gesellschaftern angenommen, würden die ehemaligen Arbed-Aktionäre rund 23,4 Prozent, die alten Anteilseigner von Usinor ungefähr 56,5 Prozent und die ursprünglichen Gesellschafter von Aceralia rund 20,1 Prozent an NewCo halten, hieß es weiter.
Auf Basis der Schlusskurse vom 15. Februar hätte die neue Gesellschaft pro forma eine Marktkapitalisierung von über 5 Mrd. Euro. Auf konsolidierter Basis betrage der Umsatz 2000 knapp 30 Mrd. Euro, die Bruttoergebnismarge beliefe sich schätzungsweise auf 12 Prozent. Die Gruppe werde mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigten.
Die NewCo wird den Angaben zufolge an der Euronext (Paris und Brüssel) sowie an den Börsen Luxemburg und Madrid gelistet werden.
Die Abgabe und der Vollzug der Übernahmeangebote stünden unter dem Vorbehalt des Abschlusses eines dreiseitigen Fusionsvertrags und seien an verschiedene Bedingungen geknüpft. Dazu gehörten unter anderem die Genehmigung durch die zuständigen Kartellämter und der erfolgreiche Abschluss einer Due-Dilligence-Prüfung.

