Donnerstag, 22. Februar 2001

Eberharter geht mit Rotem Trikot in letzte Abfahrten

Jetzt geht der Kampf im Abfahrts-Weltcup in den Endspurt. Und da ist noch alles offen, immerhin stehen noch vier Abfahrten auf dem Programm.

Die ersten beiden haben dabei eine zusätzliche "Bedeutung", immerhin geht in Snowbasin am Freitag (18.30 Uhr) und Samstag (18.00 Uhr) auch die Olympia-Generalprobe in Szene. Und Maier ist dort in der Position des Verfolgers, denn im Weltcup liegt Stephan Eberharter in Führung.

Der Tiroler hat das Rote Trikot mit einer kurzen Pause in Kitzbühel nur kurz an den "Herminator" abgeben müssen. "Nach dem verpassten WM Gold konzentriere ich mich jetzt voll auf den Abfahrtsweltcup", ist auch die Devise des 31-Jährigen, "denn diesen zu gewinnen wäre ein sehr schöner Abschluss einer bis jetzt sehr erfolgreichen Abfahrtssaison."

Zumindest im ersten Training am Mittwoch hat Eberharter auch schon angedeutet, dass er seine 19 Punkte Vorsprung auf Maier wie ein Löwe verteidigen wird, er fuhr klar Bestzeit und nahm seinem "ewigen Rivalen" mehr als 1,2 Sekunden ab.

Maier hofft auf eisige verhältnisse

Der "Herminator" lässt auf jeden Fall keinen Zweifel daran, dass er den Weltcup wieder holen möchte. "Die Strecke ist noch am ehesten mit St. Anton zu vergleichen, es gibt viele Kurven. Nur kann man hier weit mehr Zeit gewinnen, als am Arlberg." Maier hofft natürlich, dass die Piste noch härter, eisiger wird. "Denn liegen tut uns Österreichern diese Abfahrt sicher, dann wird's sicher auch spektakulär."

Nur einer war mit der Strecke weniger zufrieden - und das, obwohl er im ersten Training auf Platz zwei lag: Pepi Strobl. "Für mich ähnelt die Strecke eher einem Super G als einer Abfahrt", sagte der Tiroler, der nach der verlorenen Qualifikation bei der WM in St. Anton aber trotzdem nur ein Ziel hat. "Am besten ist, man gewinnt dann das erste Rennen nach der WM."

22.2.2001 16:58