Samstag, 24. Februar 2001

Tirol übernimmt Tabellenführung

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Nach den erfolgreichen Wochen in Europa ist Sturm Graz in der nationalen Meisterschaft von Wolke sieben geholt worden. Zum Auftakt der Frühjahrssaison kamen die Steirer vor 11.000 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion gegen Meister FC Tirol über ein 1:1 (1:0) nicht hinaus.

Sturm liegt weiter acht Punkte hinter dem Titelverteidiger aus Innsbruck, der mit dem Auswärtspunkt "Winterkönig" Rapid dank der besseren Tordifferenz von der Spitze verdrängte.

Die Ausgangslage vor dem vorgezogenen Schlager war klar, für Sturm galt verlieren verboten, siegen hoch erwünscht. Charles Amoah, teuerster Fußballer der Geschichte in Österreich, fand trotzdem keinen Platz in der Anfangsformation und wurde erst in der 56. Minute eingewechselt. Trainer Ivica Osim setzte zunächst auf das Angriffs-Duo Mario Haas-Imre Szabics.

Torschütze Vastic
Doch Vastic war es, der die Grazer in Führung brachte. Nach einem Foul von Knavs am Sturm-Kapitän legte sich Vastic den Ball auf und hämmerte ihn aus rund 20 m in die Tormann-Ecke zum 1:0 in die linke Ecke (22.). Neuzugang Mark Ziegler, der anstelle des verletzten Stanislaw Tschertschessow im Tirol-Tor stand, sah da nicht sehr glücklich aus.

Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient, denn Sturm kontrollierte zunächst die Partie. Erst nach dem Rückstand kamen die Tiroler auf und auch zu Chancen. Doch Knavs (33.) und vor allem Gilewicz, der in der 34. Minute nach Anfang-Flanke halbvolley knapp daneben schoss, vergaben.

Rote Karte für Marasek, Ausgleich durch Baur
In der 42. Minute schienen die Innsbrucker Hoffnungen auf eine Punkt endgültig beendet. Schiedsrichter Fritz Stuchlik schickte Stefan Marasek nach harmloser Attacke an Schopp mit Rot vorzeitig in die Kabine. Doch die Jara-Elf war dadurch nicht geschockt und kam kurz nach Wiederanpfiff sogar zum Ausgleich. Glücklich sprang der Ball von Hörtnagl vor die Beine von Baur, der aus 20 m abzog und Torhüter Sidorczuk mit einem platzierten Schuss in die linke Ecke keine Chance ließ (50.).

Sturm erhöhte das Tempo, drückte, fand aber gegen die sichere Tirol-Abwehr nur wenige Chancen vor. Die massierte Verteidigung hatte das Geschehen meist im Griff, zu wenig fiel Vastic und Co dagegen ein. Haas (62.,73.), Vastic (81. vom Fünfer) und Feldhofer (87.) vergaben die größten Möglichkeiten und wohl auch die Chance, doch noch einen Sturm-Lauf zum Titel zu schaffen.

24.2.2001 20:45