"Ich kann auch nach England gehen"

Stefan Effenberg setzt seinen Arbeitgeber Bayern München in der Diskussion um seine Vertragsverlängerung unter Druck und schließt sogar eine Rückkehr nach Mönchengladbach nicht aus.
"Ich habe mein Zeichen gegeben, dass ich bereit wäre, meinte Bayern-Kapitän Effenberg in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt", "darüber hinaus werde ich jetzt nicht jeden Tag Uli Hoeneß anrufen und sagen: Bitte, verlängert meinen Vertrag! Das habe ich nicht nötig. Und ewig werde ich auf dieses Gespräch nicht warten. Da könnte der FC Bayern einen sehr großen Fehler machen."
England oder Gladbach
In der Sommerpause will sich Effenberg, der einen Vertrag bis 2002 besitzt, über seine Zukunft Gedanken machen und sich dabei auch mit einem möglichen Transfer beschäftigen. "Das ist doch normal. Und natürlich gibt's auch Anfragen anderer Vereine. Keine Angebote. Noch keine", so der Ex-Nationalspieler. "Wenn ich Bayern in einem Jahr verlassen sollte, dann, denke ich, in Richtung England. Innerhalb der Bundesliga käme nur Mönchengladbach in Frage." Der Verein sei für ihn eine "Sache des Herzens".
Nach Ansicht von Effenberg kommen die Bayern zudem nicht daran vorbei, bald einen Topstar zu verpflichten: "Mit Sicherheit muss der FC Bayern in der kürzeren Zukunft etwas machen, das ist klar. Man kann sich ja nicht nur auf mich verlassen. Zumal meine Zukunft in den Sternen steht."
Miles and More
Dass der Leverkusener Michael Ballack ein Ersatz für ihn werden könne, verneinte Effenberg heftig. Er sehe auf seiner Positionen keinen Nachfolger: "Der FC Bayern wird viele, Tausende und Abertausende Kilometer fliegen müssen, um den richtigen Mann zu finden. Wenn man ihn überhaupt findet."
