"Die Zukunft der Demokratie"

LiF-Gründerin Heide Schmidt etabliert eine überparteiliche Diskussionsplattform und ist auf der Suche nach der offenen Gesellschaft. Vielleicht kann das von ihr gegründete Institut dazu beitragen. Format hat recherchiert.
Die erste Veranstaltung am Sonntag, dem 18. Februar, war ein voller Erfolg. Der Saal in der Österreichischen Nationalbibliothek quoll vor Besuchern förmlich über. Das Thema war auch ebenso spannend: "Die offene Gesellschaft und ihre falschen Freunde – Die Zukunft der Demokratie." Und die Diskutanten hochkarätig: LiF-Gründerin Heide Schmidt moderierte ein Streitgespräch zwischen Lord Ralf Dahrendorf, Vordenker des politischen Liberalismus in Deutschland, und Robert Menasse, Schriftsteller und politischer Essayist.
Diese "politische Matinee" war auch programmatisch
Denn das von Heide Schmidt gegründete Institut für eine offene Gesellschaft, eine überparteiliche gemeinnützige Privatstiftung, will "einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Demokratie leisten und Modernisierungsthemen in die Öffentlichkeit tragen". Der Leitgedanke wurde von dem
in Österreich geborenen Philosophen Sir Karl Popper übernommen: "Ein demokratischer Staat kann nicht besser sein als seine Staatsbürger. So müssen wir hoffen, daß die großen Werte einer offenen Gesellschaft – Freiheit, gegenseitige Hilfe, Wahrheitssuche, intellektuelle Verantwortlichkeit, Toleranz – auch in Zukunft als Werte anerkannt werden. Dafür müssen wir unser Bestes tun."
Das Institut ist überparteilich
Daß das Institut tatsächlich überparteilich ist, zeigt die Zusammensetzung der Gremien: Im Vorstand sind neben Schmidt der deutsche Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx und der Innsbrucker Politologe Anton Pelinka; im Kuratorium sitzen unter anderen der ehemalige SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina, der ÖVP-nahe Verfassungsrechtler Manfried Welan, die grüne Politikwissenschaftlerin Sonja Puntscher-Riekmann und der Generalsekretär von Amnesty International, Heinz Patzelt.
, durch eine Schriftenreihe, Podiumsdiskussionen und politische Salons zum demokratischen Diskurs für eine offene Gesellschaft beizutragen.
