Kärntner SPÖ über Haider "verwundert und erfreut"

"Verwundert und gleichzeitig erfreut." So zeigte sich am Samstag der Kärntner SPÖ-Vorsitzende LHStv. Peter Ambrozy "über den raschen Gesinnungswandel" von Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ) in der Frage der Besteuerung von Unfallrenten.
"Haider hat die von mir wiederholt und zuletzt vor zwei Tagen vehement geforderte Rücknahme dieser Maßnahme jetzt eins-zu-eins übernommen", ließ Ambrozy über seinen Sprecher Gerald Passegger ausrichten.
Haider hatte Freitagabend anlässlich des Wahlkampfauftaktes der FPÖ in Wien eine Rücknahme der Besteuerung der Unfallrenten gefordert. Er sehe nicht ein, warum Menschen, die ihr ganzes Leben hart gearbeitet und dann einen Unfall gehabt hätten, nun von ihren kleinen Einkommen dieses Geld genommen werden sollte.
Auch Ambrozy hatte am Donnerstag die die Besteuerung der Unfallrenten als "ungerechtfertigt, unsozial und in vielen Fällen geradezu brutal" bezeichnet. Im Durchschnitt würde diese Besteuerung eine Rentenkürzung um etwa ein Drittel bedeuten. Die Betroffenen seien in erster Linie Arbeiter und Arbeiterinnen, die ihre Unfallrente als Folge von Arbeitsunfällen erhalten würden.
Erschwerend komme laut Ambrozy noch hinzu, dass Arbeitnehmer, die sowieso nur ein geringes Einkommen erzielten, erwiesenermaßen die höchste Arbeitsunfallhäufigkeit aufzuweisen hätten.
