Samstag, 24. Februar 2001

Möglicherweise technischer Defekt Ursache für Seilriss

Möglicherweise doch kein Sabotageakt, sondern ein technischer Defekt könnte die Ursache für den Schaden am Tragseil des Sessellifts auf den Hirschenkogel am Semmering sein: Ein Fehler in der Anlage könnte bewirkt haben, dass es zu einem Lichtbogen auf Grund des Starkstroms gekommen ist.

Dieser wiederum könnte einen Riss des Seiles bewirkt haben, so die Ermittler. Der Zwischenfall spielte in Niederösterreich, an der Grenze zur Steiermark ab.

"Zu 90 Prozent" handle es sich bei dem gerissenen Seil um einen technischen Defekt, so die Kriminalisten am Samstag Vormittag. Gingen die Ermittler zunächst von einem Sabotage-Akt aus, so sprachen fehlende Fußspuren schließlich gegen diese Theorie. Ein möglicher Lichtbogen könnte jener Feuerschein gewesen sein, der einen der Pistenarbeiter auf das gerissene Seil aufmerksam machte.

Das Skigebiet Hirschnekogel - Stuhleck ist durch den Vorfall jedoch kaum beeinträchtigt: Wie es seitens der Stuhleck-Bergbahnen hieß, erfuhr man bereits vor in Betriebnahme der Life von dem Zwischenfall am Hirschenkogel und überprüfte alle Lifte gründlich.

Insgesamt umfasst dieses Skigebiet 13 Anlagen, die eine Förderleistung von 16.400 Personen pro Stunde erbringen. Trotz des ausgefallenen Sessellifts auf den Hirschenkogel kann derzeit 91 Prozent der Förderleistung erbracht werden, hieß es seitens der Liftbetreiber.

24.2.2001 16:59