Wien: Probelauf für kürzere Amtswege

Die Stadt Wien setzt auf Kundendienst: Mit dem so genannten "Front Office" im 15. Bezirk hat Vizebürgermeisterin Grete Laska (S) gemeinsam mit Magistratsdirektor Ernst Theimer und dem Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus, Rolf Huber (S), am Donnerstag "eine neue Form des Kundenservices" vorgestellt.
Mit dem Front Office sei für die Bewohner des 15. Bezirks erstmals ein Büro eingerichtet worden, in dem gemeinsam mit dem Bürgerdienst möglichst viele Angelegenheiten für die Bürger direkt erledigt werden können, heißt es dazu in der Rathauskorrespondenz. Das Büro biete einen rascheren und einfacheren Zugang zur Behörde, schnellere Erledigungen, erweiterte Öffnungszeiten und die Möglichkeit, alle Zahlungen an die Stadt, vom Kindergarten über Verwaltungsabgaben bis zur Abschleppgebühr, an einem Ort auch mit Bankomat- oder Kreditkarte zu bezahlen.
Zu den Kundenanliegen, die im Front Office bearbeitet und abgeschlossen werden können, zählen unter anderem die Ausstellung von Staatsbürgerschaftsnachweisen, Anmeldungen für freie Gewerbe (wie EDV-Dienstleistungen, Beratungstätigkeiten, Werbeagentur), Standortverlegungen (wenn dafür nicht auch Betriebsanlagengenehmigungen oder ähnliches nötig sind) oder Religionsaustritte.
Ab dem Jahr 2002 soll die Stadt Wien auch für das Meldewesen, derzeit noch Aufgabe der Polizei, zuständig sein. An- und Abmeldungen werden dann beim zuständigen Magistratischen Bezirksamt des Wohnbezirks durchgeführt - eine Aufgabe, die in Rudolfsheim-Fünfhaus ebenfalls das Front Office übernehmen wird. Geplant ist außerdem die Einrichtung eines Internet-Cafes.
